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Medientage

Die Befreiung der bewegten Bilder

"Das Bewegtbild ist vom Fernsehen befreit worden", sagt Andreas Briese von Youtube. Im Onlinevideo-Werbemarkt sieht er auf den Medientagen "Bewegte Bilder - bewegte Zeiten" in München noch viel ungehobenes Potenzial.

"Ein Bild vom Online-Videomarkt ist immer verwischt, weil er sich so schnell entwickelt", so Briese, bei Youtube Strategic Partnership Development Manager für Deutschland und Skandinavien. Um ein scharfes Bild zeichnen zu können, müsse man sich selbst schnell bewegen.

Führen Onlinevideos zum Tod des Fernsehens? Keineswegs, argumentiert Briese. "Fernsehnutzung und Onlinevideos kannibalisieren sich nicht, sondern ergänzen sich." Für die Inhalte sei es ein Vorteil, wenn die Menschen sie konsumieren könnten, wann sie wollten. Das sehe man auch daran, dass die TV-Nutzung in den vergangenen Jahren nicht gesunken sei.

In Deutschland werden monatlich sechs Milliarden Videos pro Monat gesehen, der Onlinevideo-Werbemarkt sei der am schnellsten wachsende in Deutschland, so Briese. Ein Treiber sei das schnelle Wachstum des Internets. Das Internet habe in drei Jahren so viele Nutzer erreicht wie Radio in 37 Jahren und Fernsehen in 15 Jahren.

"Wir gehen davon aus, dass man über Bewegtbild kommunizieren möchte", sagt Briese. Die Web-2.0-Funktionen seien die Vorteile von Youtube. "Wir sind vielleicht die am meisten verlinkte Website der Welt."

Warum sollten Unternehmen mit Youtube zusammenarbeiten? Die Reichweite ist Briese zufolge einer der Hauptgründe. Über die Videoplattform könnten Firmen User erreichen, die nicht ihre Website besuchen. Viele Unternehmen setzten Youtube ein, um virale Werbespots zu verbreiten. Ein besonders erfolgreiches Beispiel sei die Kampagne für Evian.

internetworld.de hat ebenfalls einen eigenen Kanal auf Youtube.


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