M-Commerce: Gimmick oder Business?
29.01.2010 12:27 dah
Wie sich mit dem mobilen Kanal der Absatz steigern lässt, war ein intensiv diskutiertes Thema auf den M-Days am Freitag Vormittag. Die Chancen, dass der M-Commerce in diesem Jahr den Durchbruch schafft, stehen gut.
Für Joachim Bader, Managing Director bei Clanmo, ist M-Commerce bereits ein funktionierendes Business. Unternehmen wie Lufthansa, Germanwings, Sixt oder real machten vor, wie M-Commerce funktionieren könne. Nur eine Webapplikation auf das Handy zu bringen, reiche nicht aus, so Bader. Man müsse mobil denken. Usability sei dabei besonders wichtig.
Bosse Küllenberg, Director of Heye Digital Lab, kritisiert, dass vor allem Unternehmen in der Brand Communication noch alten Ideen und Vorstellungen hinterher hingen. "Die Unternehmen wollen ihre Markeninszenierung vollständig kontrollieren. Das wird aber nicht funktionieren." Markenkommunikation wie in den vergangenen jahrzehnten sei in dieser veränderten Welt nicht mehr möglcih. Deshalb müsse sowohl bei den Marken als auch bei den Konsumenten ein Umdenken erzeugt werden.
Achim Himmelreich, Engagement Manager bei Mücke, Sturm & Company ist überzeugt, dass M-Commerce in diesem Jahr den schon lang prophezeiten Durchbruch schaffen werde, da die Voraussetzungen dafür bereits erfüllt seien. So gebe es bereits eine ausreichende Nutzung des mobilen Internets. Apple habe zudem mit dem iPhone ein Gerät auf den Markt gebracht, mit dem die Nutzung des mobilen Webs Spaß macht.
Der deutsche Handel müsse das Thema "Near Field Communication" aufgreifen, ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken, und diesen für eine einfache mobile Bezahlmöglichkeit nutzen. Die europäischen Nachbarn seien in diesem Bereich schon deutlich weiter. NFC-basiertes Payment könnte auf diese Weise auch eine konkurrenzfähige Alternative zur Bargeldzahlung werden.