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Das Internet erobert das Auto

Internet im Auto

Der US-Autokonzern Ford präsentierte auf der Consumer Electronics Show 2010 in Las Vegas eine neue Version seines Kommunikations- und Navigationssystems Sync, dass sich per WLAN oder Mobilfunk mit dem Internet verbinden kann.

Ein Webkit-basierter Browser soll es dem Fahrer und den Passagieren ermöglichen, sich beispielsweise Straßenkarten wie Google Maps, Lexikoneinträge von Wikipedia oder andere Webinhalte auf dem acht Zoll großen Farbbildschirm anzusehen und Internetradio zu hören. Um die Sicherheit beim Fahren zu gewährleisten, sollen die Funktionen zum Teil jedoch nur bei stehendem Auto verfügbar sein und auf Sprachbefehle gehorchen. Fords System bringt zudem zwei USB-Ports mit, über die sich Speichersticks, Mobilfunkmodems oder MP3-Player anschließen lassen sollen. Auch der Anschluss einer Tastatur sei möglich.

Ford soll derweil Kooperationen mit den Anbietern von Onlinestraßenkarten wie Google und AOLs MapQuest schmieden, berichtet die Los Angeles Times. Der Automobilhersteller hofft, damit wieder steigende Absatzzahlen zu erreichen. Seit 2008 stattete Ford einen Teil seiner Modelle mit einer ersten Sync-Version aus und verzeichnete einen doppelt so hohen Absatz bei diesen Modellen als bei Fahrzeugen ohne dieses Bordsystem.

Andere Fahrzeugproduzenten und Zulieferer arbeiten ebenfalls an eigenen Infotainmentsystemen. "Autos werden sich vermutlich zu einer der engsten Schnittstellen von Mensch und Elektronik entwickeln", erklärt Michael Rayfield, General Manager bei Nvidia. Der Chiphersteller präsentierte auf der CES 2010 eine Kooperation mit Audi und rechnet damit, dass die Technologien zu einem neuen Fahrerlebnis führen werden. Nicht nur Nvidia sondern auch der Chipriese Intel buhlt um die Gunst der Autohersteller. Denn die Automobilbranche ist mit weltweit rund 70 Millionen verkauften Autos pro Jahr ein profitabler Markt.


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