"Gemeinschaften sind keine Zielgruppen"
18.06.2009 16:39 tga
Was müssen Unternehmen beachten, wenn sie sich in Social Media engagieren wollen? Benedikt Köhler, Director Digital Strategy & Research bei ethority, nennt auf der Affiliate Tactixx 2009 in München die Grundregeln.
Für Social Media bestimmend sind die Vernetzung, das Digitale und das Teilen. "Netzwerke gab es schon immer, neu daran ist, dass man sich als Teil eines Netzwerks wahrnimmt", so Köhler. In Social Media ist das Teilen mehr ein Mitteilen, das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. "Gemeinschaften sind keine Zielgruppen." Früher mussten die Menschen zu den Unternehmen kommen, in ihre Läden oder auf ihre Websites. Neu sei, dass Händler und Affiliates direkt zum Kunde kommen.
Köhler nennt folgende Grundregeln:
- Relevanz: Produkt und Community müssen zusammenpassen
- Ehrlichkeit: Affiliates sollten als Affiliates auftreten
- Transparenz: Motive offenlegen
- Mehrwert: User sollen profitieren
- Dialogfähigkeit: mit Kritik umgehen können
- Umgangsformen: Hausrecht beachten
Wichtig sei es, als Unternehmen in Social Media erst zuzuhören, bevor man selbst aktiv werde. Dazu gehöre es, jene Netzwerke zu ermitteln, die für die Firma relevant seien und zu untersuchen, wie dort über die Produkte oder Dienstleistungen gesprochen werde.