"Facebooks Erfolg bedroht Business-Netzwerke nicht"
26.01.2010 12:45 tga
In der Diskussion über "Link Value" auf der DLD Conference ging es nicht um Suchmaschinenoptimierung, sondern um Business-Netzwerke. In einem waren waren sich Vertreter von LinkedIn, Xing, Theladders und Forticom auf dem Podium einig: Facebook stellt keine Konkurrenz für sie dar.
"Die meisten Berufstätigen haben noch nicht begriffen, wie sie LinkedIn am besten nutzen können", sagt Reid Hoffmann von LinkedIn. Derzeit arbeite das Unternehmen daran, seinen Nutzern die Tools zu geben, mit denen sie das Netzwerk am besten nutzen könnten.
Geschäftliche und private Netzwerke blieben auch künftig getrennt, so Hoffmann. Der Grund seien die unterschiedlichen Erwartungen, die User an Kontakte aus den beiden Bereichen stellten. Marc Cenedella von Theladders.com stimmt dem zu: "Im beruflichen Bereich wollen die Menschen ihren Onlineauftritt viel stärker kontrollieren als im Privatleben." Der Erfolg von Facebook sei keine Bedrohung für Business-Netzwerke, sagt Stefan Groß-Selbeck von Xing. Dazu ist der Kontext aus Beruf und Privatleben zu unterschiedlich.
Ist Globalisierung die Zukunft? Nicht unbedingt. "Die Qualität zählt", argumentiert Groß-Selbeck. Und auch Cenedella glaubt ans Lokale: Die Einnahmen pro Mitglied seien in lokalen Netzen viel höher als bei weltweiten wie Facebook. Nazar Yasin von Forticom ist der gleichen Meinung: "Lokale Netzwerke erreichen nicht nur mehr Umsatz, sondern auch mehr Engagement pro Nutzer." Das Land, in dem jemand lebe, bestimme nicht nur seinen Horizont, sondern auch sein Verhalten im Netz. Je besser ein Netzwerk seine Mitglieder verstehe, umso mehr Wert könne es ihnen bieten.
Mit diesem Thema beschäftigt sich auch unsere Umfrage: Stellt Facebook eine Bedrohung für Business-Netzwerke dar? Stimmen Sie ab!
C.Becker am 28.01.2010
LinkedIn am besten nutzen
"Die meisten Berufstätigen haben noch nicht begriffen, wie sie LinkedIn am besten nutzen können", sagt Reid Hoffmann von LinkedIn.
Das ist ja eine tolle Aussage! Die Nutzer sind also nicht intelligent genug um Linkedin zu bedienen? Es ist doch schon längst überfällig diesen Dienst den User anzupassen und bedienungsfreundlicher zu machen. So eine Aussage kann man sich in der heutigen Zeit nicht mehr leisten...