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Weitere Netzwerke sollen folgen

Weitere Netzwerke sollen folgen

Sven Bornemann von Adconion

Was versprechen sich die ersten fünf vom Fraunhofer-Institut zertifizierten Ad Networks von IASH.EU?

Bornemann: Mit IASH.EU reagieren wir auf die typische Frage der Werbungtreibenden nach den Umfeldern ihrer Buchung und der damit verbundenen Sicherheit für ihre Marke. Die Zertifizierung gibt die Gewähr, dass IASH.EU-zertifizierte Netzwerke ihr Inventar kontrollieren.
Heintze: Wir werden IASH.EU während einer Roadshow in den kommenden Wochen bei den großen Onlinemedia-Agenturen vorstellen und erklären. Wir gehen davon aus, dass IASH.EU nach einer Einführungsphase für viele Agenturen und Werbungtreibende zu einer Buchungsvoraussetzung wird und dass die zu zertifizierten Ad Networks fließenden Budgets insgesamt steigen werden.

Zu den Gründungsmitgliedern von IASH.eu gehört auch Platform-A. Der Vermarkter zählt aber noch nicht zu den zertifizierten Ad Networks. Läuft dessen Zertifizierung noch?

Bornemann: Platform-A ist in der ersten Runde nicht mit dabei. Wir werden aber nicht bei fünf zertifizierten Ad Networks bleiben, sondern den Kreis ausweiten.
Heintze: IASH soll keine geschlossene Gruppe sein. Es gibt eine Reihe von Netzwerken, die in einer bald folgenden, zweiten Zertifizierungswelle noch dazukommen werden.

Wie viele?

Bornemann: Mittelfristig zwischen sechs und zehn weitere Unternehmen.

Bei IASH in Großbritannien wurden die ersten Netzwerke bereits 2007 zertifiziert. Warum dauert die Zertifizierung in Deutschland so lange?

Heintze: Wir mussten einen geeigneten Partner für die Zertifizierung finden und sind sehr froh, dass wir dafür das Fraunhofer-Institut IAIS gewonnen haben. Der Zertifizierungsprozess musste aufgesetzt werden, und schließlich musste jedes Netzwerk auch mit jedem Publisher sprechen und die Webseiten prüfen. Die Bezeichnung dafür lautet „Site Vetting". Es gab also genug zu tun.

Wie sieht der Zertifizierungsprozess aus?

Heintze: Er sieht zwei Elemente vor: einerseits die Kampagnenprüfung, andererseits die Publisherprüfung. Nach dem Zufallsprinzip wird ein Prüfungszeitraum ausgewählt. Dann werden stichprobenartig ausgelieferte Kampagnen innerhalb dieses Zeitraums näher betrachtet. Hierbei wird geprüft, welche Publisher herangezogen wurden, um die Anzeigenaufträge zu erfüllen. Wo sind die Impressions gelaufen? Sind alle Vorgaben der Agenturen und Werbungtreibenden bezüglich des Inventars eingehalten worden? Das Audit dauert rund drei Tage.

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