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Erste Sicherheitssiegel für Ad Networks

Fünf Werbenetzwerke wurden erstmals im Rahmen der IASH.EU-Initiative zertifiziert: Adconion, Microsoft Advertising, Oridian, Specific Media und Valueclick erhielten das Siegel vom Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme.

Wo erscheint meine Anzeige? Bei Blind Networks können die Werbungtreibenden das nicht wissen. Um sicher zu stellen, dass ihre Werbung nicht auf imageschädigenden Websites erscheint, haben sich die Werbenetzwerke eine Selbstverpflichtung gegeben. Über die so genannte IASH.EU-Zertifizierung sprach INTERNET WORLD Business mit Sven Bornemann, Geschäftsführer von Adconion, und Andreas Heintze, Country Manager von Valueclick Media.

Warum braucht der deutsche Onlinewerbemarkt IASH.EU?

Sven Bornemann: Im Gegensatz zu den USA, wo die meisten Ad Networks ihre Publisher inzwischen veröffentlichen dürfen, wollen dies die Publisher in Europa nicht so gerne. Mit der IASH.EU-Initiative können wir ohne Nennung der Publisher nachweisen, dass wir qualitativ hochwertige Webseiten vermarkten. Wir bieten den Werbungtreibenden und Agenturen Transparenz und Sicherheit.
Andreas Heintze: Und schaffen dadurch Vertrauen, dass Werbung nur auf kontrollierten Webseiten erscheint.

Bitte erklären Sie, was in dem Code of Conduct steht, der die Basis für die IASH.EU-Zertifizierung bildet.

Bornemann: Diese Selbstverpflichtung beschreibt, welches Inventar Ad Networks vermarkten dürfen. Und sie regelt die Zusammenarbeit der Ad Networks mit den Publishern auf der einen und mit den Agenturen auf der anderen Seite. Die Firmen des Arbeitskreises arbeiten schon seit Unterzeichnung des Code of Conducts Anfang 2008 nach diesen Prinzipien. Diese Selbstverpflichtung kann online unter IASH.EU heruntergeladen werden.
Heintze: Mit der Zertifizierung durch das Fraunhofer Institut erfolgt der unabhängige Nachweis, dass wir uns daran halten.

Nach welchen Kriterien teilen Sie das Inventar ein?

Heintze: Der Code of Conduct nennt vier Kategorien: Das Standard-Inventar, das den allgemeinen IASH.EU-Bedingungen unterliegt. Das Spezial-Inventar umfasst unter anderem Desktop-Anwendungen, moderierte und unmoderierte Foren und Webseiten mit privaten Inhalten. Beim verbürgten Inventar, der dritten Kategorie, garantiert das Ad Network, dass die Webseiten den Vorgaben entsprechen. Für dieses Inventar liegen keine unterzeichneten IASH.EU-Bedingungen vor, denn es stammt zum Beispiel von großen internationalen Publishern, die generell keine externen Verträge unterzeichnen.
Und die vierte Kategorie - die IASH.EU- Zertifizierte grundsätzlich nicht im Portfolio haben - ist gesperrtes Inventar. Anstößige, sittenwidrige Inhalte oder gewaltverherrlichende Inhalte sind generell verboten. Wichtig ist, dass problematisches Inventar draußen bleibt.
Bornemann: Die Kunden wählen bei der Buchung aus, welche der ersten drei Kategorien für die Kampagne genutzt werden. Bei den gesperrten Inhalten sind wir noch strenger als unsere Kollegen in Großbritannien.

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