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Zukunftsvision: "Mit dem Handy frische Säfte online bestellen"

Zukunftsvision: "Mit dem Handy frische Säfte online bestellen"

War der Multi-Channel-Vertrieb von Anfang an mit eingeplant?

Alexandra Podeanu: Nein, in erster Linie verkaufen wir über das Internet. So hatten wir das auch geplant. Dass wir nun auch ab Werk verkaufen, ergab sich erst durch die Lage der Produktionsstätte, unweit des Berliner Schlosses Bellevue.

Wie sieht der typische Kunde bei Ihnen aus?

Podeanu: Da wir die Säfte von Hand und ohne chemische Zusätze produzieren, entstehen hohe Produktionskosten. Dadurch liegen unsere Produkte im oberen Preissegment, was die Kundschaft natürlich einschränkt. Der typische Kunde ist zwischen 30 und 60 Jahre alt und berufstätig. Allerdings ist er nicht zwangsläufig besonders internetaffin. Deshalb versuchen wir auch den Kunden, die bei uns in der Fabrik einkaufen, den Bestellprozess via Internet nahe zu bringen. Ganz ähnlich ist es auch mit den Großkunden. Die schließen ihre Verträge auch am liebsten auf konventionelle Weise und vertrauen dem Internet nur bedingt. Allerdings gibt es da meist viel mehr zu verhandeln.

Welche Specials bieten Sie für Großabnehmer?

Podeanu: Zum einen bieten wir in diesem Bereich eine individuelle Gestaltung der Flaschenetiketten an. Zum anderen gibt es natürlich spezielle Preislisten für diese Kunden, die wir allerdings noch nicht ins Shopsystem eingepflegt haben, was aber in Kürze geschieht.

Zunächst haben Sie ihre Säfte nur innerhalb Berlins vertrieben, seit kurzem verschicken Sie sie auch in ganz Deutschland. Wie funktioniert das bei der geringen Haltbarkeit der Getränke?

Podeanu: Gut gekühlt halten die Säfte je nach Fruchtsorte vier oder mehr Tage. Wir liefern in speziellen Thermoboxen mit Kühlelementen. Deutschlandweite Bestellungen nehmen wir aber deshalb auch nur dienstags bis donnerstags an. So erreichen die Säfte ihre Empfänger in der Regel am nächsten Tag. Für den Freitag bieten wir nur die Expresslieferung an, da sonst die Zustellung vor dem Wochenende nicht garantiert ist. Die Säfte eignen sich auch gut für Kuren und Diäten, aber auch so kann man locker einen Liter am Tag alleine trinken.

Was sind die nächsten Ziele der Saftfabrik?

Podeanu: Zunächst einmal wollen wir mit On- als auch Offlinemaßnahmen mehr Kunden im Eventbereich gewinnen. Hier werden sowohl die kleinen Privatevents, als auch große Firmenveranstaltungen angesprochen. Dann planen wir eine Abofunktion, wodurch sich Kunden automatisch in regelmäßigen Abständen, ein oder zwei Mal wöchentlich oder monatlich mit frischen Säften beliefern lassen können. Bei den Fruchtsorten werden wir künftig noch mehr Gemüse in unser Sortiment aufnehmen, denn da heben wir uns besonders von der Konkurrenz ab. Zudem sind auch Bioprodukte geplant. In Kürze werden wir ein Affiliateprogramm aufsetzen und unser Onlinemarketing verstärken. Auch ein Widget für Mobiltelefone könnte ich mir vorstellen, mit dem sich schnell mal von unterwegs ein Saft bestellen lässt.

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