Die zehn größten Fehler von Affiliate-Advertisern
18.06.2009 14:15 tga
Ihr Affiliate-Programm läuft nicht? Markus Kellermann von explido Webmarketing erklärt auf der Affiliate Tactixx 2009 in München, welche Fehler Unternehmen vermeiden sollten.
1. Unattraktive Werbemittel
Neue Werbemittel verwenden: Es ermüdet die User, immer die gleichen Banner zu sehen. deshalb ruhig auch mal innovative Werbemittel benutzen. Achten Sie auch auf vollständige Produktdaten, aktuelle Links, die Nennung von Versandkosten, das Vorhandensein von Bildern und Verfügbarkeitsanzeige.
2. Kurze Cookielaufzeit
Zu kurze Cookie-Laufzeiten verunsichern neue Publisher. Bieten Sie lange Laufzeiten an, um sich gegenüber anderen Advertsisern abzusetzen. Meist entstehen über längere Laufzeiten für die Merchants keine höheren Kosten: Die meisten Sales werden in der ersten Woche generiert.
3. Fehlende Partnerkommunikation
Reden Sie mit Ihren Affiliate-Publishern, binden Sie sie in den Optimierungsprozess ein. Umfragen sind hier ein wirkungsvolles Instrument. Nennen Sie im Fall von Stornos konkrete Gründe.
4. Falsche Salesrallyes
Denken Sie bei Rallyes auch an kleiner Publisher und bieten Sie Preise nicht nur für den Affiliate mit den meisten Verkäufen an: Differenzieren Sie nach Kategorien (Top-Publisher, neue Publisher etc.).
5. SEM-Einschränkungen
Integrieren Sie Suchwortvermarktung in Ihr Affiliate-Programm, sonst entscheiden sich Top-Publisher für die Programme Ihrer Konkurrenz.
6. Postview-Beschränkung
Wenn Sie Postview erlauben, bekommen Sie auch eine Platzierung auf Premium-Websites und machen Ihr Programm für die Publisher attraktiver.
7. Falsche Publisherevents
Es ist wichtig, dass ein Unternehmen seine Publisher kennenlernt. Laden Sie nur die Top-Publisher ein, damit die Gespräche auf Augenhöhe stattfinden. Die Veranstaltung sollte bei Ihren Partnern Emotionen wecken.
8. Unbefriedigende Shop-Usability
Durch schlechte Nutzerführung in Shops gehen viele Verkäufe verloren, die Zahl der Warenkorbabbrecher ist unnötig hoch.
9. Mangelnde Qualitätsüberwachung
Überwachen Sie die Qualität Ihrer Affiliate-Publisher und sortieren Sie schwarze Schafe unverzüglich aus.
10. Fehlende Kreativität
Seien Sie kreativ, wenn es darum geht, Affiliate-Publisher auf Ihr Programm aufmerksam zu machen.
Markus Kellermann am 19.06.2009
Feedback
@SEM
Natürlich ist es vom Programm abhängig ob es Sinn macht oder nicht. Und wie im Vortrag aucht gesagt, sollte man SEM nur mit auserwählten Publishern durchführen und fest Regeln definieren.
@Postview
Das sehe ich genauso wie du und habe es im Vortrag auch so kommuniziert. Man sollte nur mit einer Closed Group Postview betreiben. Hier sollte man mit auserwählten Partner eigene Verträge schließen und Regeln definieren was erlaubt ist und was nicht.
Sven am 19.06.2009
SEM
Ich halte die völlig bauäugigen Integration von SEM - Publishern für sehr gefällig. Das sich TOP-Publisher aufgrund von Einschränkungen für oder gegen ein Programm entscheiden habe ich bisher nicht feststellen können.
Die hier aufgeführten Punkte werden sehr undifferenziert und ohne Hinweis auf Gefahren dargestellt. Für mich stimmen viele Punkte im Kern. Dennoch ist es vom programm abhängig, welche Punkte wirklich Sinn machen
Ein Merchant am 18.06.2009
Postview
Postview sollte nicht so arglos einfach angeschaltet werden. Ein Uplift (den mir bisher niemand genau nachweisen konnte) wird hier meist teuer bezahlt. Soll heissen, dass Sales die ohnehin entstanden werden auf einmal vergütet werden müssen, da die Publisher auf stark frequentierten Seiten Cookies streuen.
Explido verliert durch diese unseriöse Auflistung stark an Image.