"Die Menschen wollen Antworten"
25.01.2010 12:03 tga
Bei der Suche geht es um Antworten - darin sind sich alle Teilnehmer der Diskussionsrunde zum Thema Search auf dem DLD einig. Vertreter von Google, bing, Wolfram Alpha und Yandex stellten ihre Methoden vor.
"Die Features, die man bei der Suche bemerkt, sind nur die Spitze des Eisbergs", sagt Ben Gomes von Google. "Die meisten Veränderungen sind unsichtbar, aber die machen die Suche besser. Abkürzungen hätten zum Beispiel in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeutungen, darauf müsse Google vorbereitet sein.
Antworten wollen alle bieten: "Wir sind der Platz, an dem sich Computer und Wissen treffen", reklamiert Conrad Wolfram für die semantische Suche Wolfram Alpha.
"Unser Ziel ist es, Fragen von Russen zu beantworten - von Russen überall auf der Welt", beschreibt Ilya Segalovic Yandex. Dazu gehöre für ihn auch, günstige Internetverbindungen voranzutreiben. Warum ist Google in Ländern wie Russland nicht so erfolgreich? "In den meisten Ländern sind wir erfolgreich", widerspricht Gomes. Problematisch sei in Russland allerdings zum Beispiel die Schrift.
"bing ist sehr an Antworten orientiert", sagt Blaise Aguera y Arcas von bing. Die Suchmaschine versuche, den Usern eine reiche Auswahl an Ergebnissen zu präsentieren. Reagiert Google auf bing? "Ich denke nicht", so Gomes. "Wir konzentrieren uns auf den Nutzer." Wenn Google nun statt Links schon die Ergebnisse präsentiere wie im Bereich Wetter, geht die Suche dann nicht in Richtung Media? "Nein", argumentiert Gomes. Das sei lediglich in wenigen Nischen der Fall. "Wir wollen die Nutzer weiterleiten."
Und was will der User? "Suche ist ein Prozess, doch die Menschen wollen Antworten", sagt Wolfram. "Oft ist die Suche wie ein Bibliothekar, der den Leuten zeigt, wo sie die Antworten finden. Wir präsentieren die Antworten sofort." Die Zukunft seien Antworten, die als Applikationen zurückkämen.