Webstatistik im Langzeitvergleich
Android läuft auf 18 Prozent der mobilen Geräte
31.01.2012 09:15 dah
(Foto: istock.com/123render)
Im vierten Quartal 2011 erreichte das Google-Betriebssystem Android einen neuen Rekordwert. Der Marktanteil des freien Systems hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf 18,3 Prozent versiebenfacht.
Marktführer im deutschen mobilen Web ist unverändert Apples iOS. Allerdings ging der Marktanteil von rund 80 Prozent im Jahr 2010 auf 77,4 Prozent im vierten Quartal 2011 zurück. Anders als bei den Laptop- und Desktop-Systemen spielt Windows auf den mobilen Geräten in Deutschland kaum eine Rolle. Der Marktanteil von Windows Phone 7 liegt unverändert bei 0,5 Prozent. Die anderen Systeme wie Nokias Symbian oder Blackberry entwickeln sich dagegen sogar rückläufig. Symbian hielt im ersten Quartal 2010 noch 6,5 Prozent Marktanteil. Im vierten Quartal 2011 lag der Anteil bei nur noch 1,3 Prozent. Blackberry rangiert aktuell bei nur noch 0,7 Prozent und Palms Web OS erreicht gerade noch 0,07 Prozent Marktanteil.
iPad nähert sich dem iPhone an
Das mobile Internet wird von Apple dominiert. Doch die Vorherrschaft des iPhones in der Nutzungsstatistik scheint vorüber. Seit dem dritten Quartal 2010 haben die iPads Marktanteile aufgeholt. Zu Beginn der Messung im 3. Quartal 2010 verzeichnet das iPhone 53,4 Prozent Marktanteil, während das iPad mit 23,9 Prozent deutlich dahinter rangiert. Im vierten Quartal 2011 lag ihr Anteil bei 34,7 Prozent, während der der iPhones bei 40,1 Prozent liegt.
Googles Dominanz bei den Suchmaschinen steigt
Im vierten Quartal 2011 erreicht Googles Anteil bei den Suchmaschinen einen neuen Rekordwert: 94,6 Prozent. Das geht zu Lasten der Wettbewerber. Yahoos Anteil sinkt auf 0,7 Prozent, der von T-Online geht auf ein Prozent zurück. Lediglich Microsofts Bing konnte seinen Marktanteil vergrößern. Im zweiten Quartal 2009 verfügte Bing über gerade einmal 0,5 Prozent Marktanteil, im vierten Quartal des vergangenen Jahres kam die Suchmaschine auf 1,5 Prozent.
Firefox vor Internet Explorer
Trotz des neuen Internet Explorer 9 schafft es Microsofts Browser nicht zu seiner alten Stärke zurück zu finden. Im vierten Quartal 2008 dominierte er noch mit einem Anteil von 56,6 Prozent den Markt. Im vierten Quartal 2011 liegt dagegen Mozillas Firefox mit 39 Prozent an der Spitze der Browser-Charts. Dahinter folgt der Internet Explorer mit 30,1 Prozent. Stark zulegen konnte Apples Safari. Der Browser erreicht im vierten Quartal 2011 20,8 Prozent Marktanteil. Googles Chrome behauptet sich bei acht Prozent.
Viele verschiedene Bildschirm-Auflösungen
In den vergangenen Jahren ging die Verbreitung des früheren Desktop-Standards 1.024x768 Pixel kontinuierlich zurück. Der Generationswechsel in den Privathaushalten hin zu Notebook oder Displays mit HD-Auflösung hat vielfach bereits stattgefunden. Das zeigen auch die Webtrekk-Zahlen. Auf Platz vier liegt das HD-Format 1.366x768 Pixel mit einem Anteil von 11,7 Prozent im vierten Quartal 2011. Die Desktop-Standards 1.280x1.024 Pixel (12,8 Prozent) sowie 1.024x768 Pixel (14,1 Prozent) erreichen den dritten beziehungsweise zweiten Platz. An der Spitze liegt die von Laptops bekannte Auflösung von 1.280x800 Pixel.
Bei den Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte der von Webtrekk analysierten deutschen Kundensites, bestehend aus stark frequentierten Premiumangeboten aus den Bereichen E-Commerce, Finanzen und Medien.