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Jim Wehmann von Digital River im Interview

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Jim Wehmann von Digital River im Interview

Werkzeug fürs Social-Media-Marketing

Jim Wehmann von Digital River im Interview

Von Social Media überzeugt: Wehmann

Interview Marketingkampagnen bei Facebook und Twitter unkompliziert erstellen und verwalten - das verspricht Digital River mit seinem neuen Tool SocialStream. internetworld.de sprach mit Jim Wehmann, der als Senior Vice President das weltweite Marketing des Anbieters von E-Commerce-Lösungen verantwortet.

Sie launchen heute SocialStream. Wozu brauchen E-Commerce-Unternehmen ein Social-Media-Tool?

Jim Wehmann: Social Media sind allgegenwärtig - und ihre Bedeutung steigt noch. Jeder Onlinehändler braucht Werkzeuge, um Marketing in sozialen Netzwerken zu betreiben und zu messen. Allerdings war es bisher für Unternehmen schwierig, die Rendite des eingesetzten Kapitals und anderer Investitionen zu ermitteln.

Welche Social-Media-Kanäle sind integriert?

Wehmann: Zum Start sind Facebook und Twitter dabei. Wir planen jedoch, SocialStream auf andere Networks zu erweitern. Welche das sein werden, darüber sprechen wir derzeit mit unseren Kunden.

Was bietet das Produkt?

Wehmann: Unternehmen, die unsere Software nutzen, können direkt aus ihrem E-Commerce-System heraus Werbung und Angebote auf Twitter- und Facebook veröffentlichen. Das ist ungeheuer praktisch. Noch wichtiger ist jedoch, dass die Werbetreibenden nachvollziehen können, wie die jeweilige Nachricht wirkt, das heißt, wie viele Klicks und Verkäufe daraus resultieren.

Wie detailliert ist das Reporting?

Wehmann: Wenn eine Nachricht über mehrere Accounts verbreitet wurde, können wir genau sehen, welche einzelne Nachricht auf welchem Kanal welche Wirkung erzielt hat. Marketingverantwortliche können zudem den durchschnittlichen Bestellwert, die Einnahmen pro Besucher, die bei Folgebesuchen generierten Umsätze, die Klickrate sowie die Gesamtumsätze feststellen. Für unsere Kunden ist das spannend, denn es versetzt sie in die Lage, ihre Social-Media-Aktivitäten zu optimieren.

Welchen konkreten Nutzen ziehen die Händler aus den Daten?

Wehmann: Wenn Sie sehen, mit welchem Text, zu welchem Zeitpunkt, bei welchem Account und in welchem Kanal Sie den besten Return on Investment erzielen, haben Sie viel gewonnen.

Ich habe den Eindruck, dass nur wenige Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten so genau auswerten. Bieten Sie Ihren Kunden an, auch von den Daten und Erfahrungen anderer zu profitieren?

Wehmann: Datenschutz ist uns sehr wichtig, deshalb geben wir keine Firmendaten weiter. Dennoch werden wir Best Practices zusammenstellen, damit wir unsere Kunden im Bereich Social Media noch besser beraten können.


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Kommentare

Daniela Dangers am 28.07.2010

Gut fürs Controlling, aber PR wird vergessen

Ich finde das Tool interessant, muss aber Stephan Recht geben.

Social Media wie Facebook, Twitter und Co. als weitere reine Marketing-, also Werbe-Kanäle zu verstehen, wird dem Potenzial der sozialen Netzwerke nicht gerecht und widerspricht ihrer Grundidee.

Hier geht es vielmehr darum, Interaktion mit Usern und Multiplikatoren zu fördern, Gedanken und Meinungen auszutauschen. Sicherlich auch im Hinblick auf das eigene Unternehmen und die dahinterstehenden Produkte oder Leistungen.

Aber Unternehmen müssen lernen, dass es bei SMM nicht allein um die Verbreitung von Informationen gehen darf. Der Faktor (Online-)PR spielt in diesem speziellen, neuen Bereich des Online-Marketings eine noch größere Rolle als in den "klassischen". Da kann es nicht nur um den nackten ROI gehen, der sich auch bei bester, strategischer PR eben leider schwer messen lässt. Interaktion und Beziehungsaufbau sind im Fokus, Abverkauf ist da ein mittel- bis langfristiger Effekt.

Stephan am 27.07.2010

Interessantes Konzept mit Schwächen

Grundlegend finde ich die präzise Auswertung von Tweets und Status Updates eine feine Sache. Vor allem wenn sich das Tracking bis zu Sales oder Leads nachverfolgen lässt. Die große Schwäche sehe ich jedoch in der allgemeinen Natur von Social Media Marketing. Dieses Tool fördert eine klar Abverkaufsorientierte Ausrichtung. Ich behaupte aber, dass Social Media als Abverkaufskanal weitgehend ungeeignet ist. Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass das eigentliche Ziel eine Kommunikation mit dem Kunden aufzubauen hier zu stark vernachlässigt wird, da sich so etwas technisch kaum tracken lässt.

Wenn man es verwendet, sollte man sich also im Klaren darüber sein, dass dieses Tool nur einen (kleinen) Teilaspekt des SM-Marketing bedienen kann.

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