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Interessenten zu Käufer machen

Was eine gute Produktsuche leisten muss

Interessenten zu Käufer machen Foto: iStock.com/zeynepogan

Eines der wichtigsten Elemente eines jeden Onlineshops ist die Produktsuche. Sie sollte einerseits die Wünsche des Kunden verstehen und andererseits die vorhandenen Produkte bestmöglich präsentieren. Michael Wolf von der Internetagentur Tudock verrät, auf was Sie bei Auswahl und Pflege einer Produktsuche achten sollten.

Shopbetreiber sollten die Bedeutung einer guten Produktsuche nicht unterschätzen. Denn keine, zu viele oder zu wenige Treffer, unpassende Ergebnisse und eine verwirrende Darstellung der Resultate zum Beispiel durch eine schlechte Sortierung bergen die Gefahr, dass Shopbesucher zur Konkurrenz abwandern.

Findet der Kunde jedoch einfach und zügig zur gewünschten Artikelausführung, kann nicht nur der Umsatz gesteigert werden. Auch die Werbekosten lassen sich häufig aufgrund der erhöhten Conversion Rate bei einer guten Produktsuche senken.

Ob Sie die Produktsuche über ein Standardmodul der eingesetzten Shopsoftware abdecken oder einen externen Anbieter so genannter „intelligenter Suchsoftware“ wählen, hängt sicherlich vom Budget und der Größe des Shops ab. Sie sollten bei der Entscheidung für ein Suchmodul jedoch auch berücksichtigen, ob ein ausreichender Funktionsumfang und befriedigende Einstellmöglichkeiten vorhanden sind.

Notwendige Funktionen einer guten Produktsuche

Folgende Funktionen sind unverzichtbar:

  • Fehlertolerante Suche
    Die fehlertolerante Suche ermöglicht durch spezielle Algorithmen die Generierung von Suchergebnissen auch nach falschen oder abweichenden Eingaben. Damit können Rechtschreib- und Tippfehler, Singular- und Pluralformen sowie Rechtschreibvarianten durch neue und alte Rechtschreibung abgefangen werden. Die Suche nach „Portemonnaie“ und „Portmonee“ sollte also jeweils zu gleichen Suchergebnissen führen, ohne dass Wortlisten hinterlegt werden müssen.
  • Suggest (Vorschlagsfunktion)
    Die intelligente Autokomplettierung macht an das Produktsortiment angepasste Vorschläge zur Vervollständigung einer begonnenen Suchanfrage. Bereits nach Eintippen eines beziehungsweise der Anfangsbuchstaben blendet die Suche mögliche Begriffe ein. Je mehr Buchstaben der Kunde eingibt, desto mehr grenzt das System seine Vorschläge ein. Im Idealfall arbeitet auch die Vorschlagsfunktion fehlertolerant und informiert jeweils über die Anzahl der einem vorgeschlagenen Suchwort zugeordneten Produkte.
  • Hinterlegung von Synonymen
    In unserem Sprachgebrauch existieren häufig verschiedene Bezeichnungen für ein- und dasselbe Produkt. Damit nach Eingabe von „Sofa“ oder „Couch“ die gleichen Sitzmöbel angezeigt werden, sollte die Suchsoftware die Möglichkeit bieten, Synonym-Beziehungen einzupflegen.
  • Die Reihenfolge der angezeigten Produkte im Suchergebnis beeinflussen
    Eine gute Produktsuche bietet die Option, die Reihenfolge bestimmter Suchergebnisse gezielt zu beeinflussen. Die individuelle Reihenfolge innerhalb einzelner Trefferlisten kann als interessantes Vermarktungsinstrument dienen. Akzentuieren Sie beispielsweise Saisonartikel durch eine bessere Platzierung vor einem anstehenden Event. Unabhängig hiervon sollten Sie auch eine Standardsortierung für die Anzeige von Suchergebnissen zum Beispiel nach Bestsellern oder Verfügbarkeit festlegen.
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Kommentare

Lisa am 05.07.2010

Ich weiß was ich nicht will

Meinung nach sollte gerade bei Shops in denen man Bekleidung bestellen kann auch eine ausschließende Suche vorhanden sein.
Mein aktueller Use-Case: Ich suche ein Kleid für die Hochzeit meines Schwagers. Ich weiß aber nicht ob ich ein rosanes, beiges oder hellgelbes Kleid kaufen möchte, aber ich weiß dass ich kein schwarzes haben will, denn das trägt man nicht bei einer Hochzeit. Weiß ist übrigens auch blöd, denn so sieht ja schon die Braut aus.
Außerdem brauche ich weitere (Ausschluss-)Variablen. Beispielsweise „schulterfrei“ bzw. „trägerlos“. Denn wenn ich mit meiner Figur keine trägerlosen Kleider tragen kann, dann nervt es mich wenn die Hälfte der Suchergebnisse aus Schulterfreien Fähnchen besteht.
Ich wünsche mir: Mehr Mitsprache von "Betroffenen" bei Shopgestaltung! Wer eine Top-Ausbildung zum Programmierer oder Grafiker hat und weiß wie Google-AdWords funktioniert hat nicht unbedingt eine Ahnung von den Leiden einer jungen Frau die einfach nur ein Kleid kaufen möchte.
Mit bestem Gruß und stets hoffend,
Lisa von www.brueckenbande.de

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