iPhone App für Unternehmen
Neun Tipps für die Markteinführung von Apps
24.03.2010 11:20 dah
Die Einführung von Apples iPhone gab der Always-on-Mentalität einen kräftigen Schub. Vor allem durch mobile Applikationen haben Unternehmen völlig neue Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen. Tanja Kiellisch von der Agentur kernpunkt gibt neun Tipps für die Markteinführung einer App.
1. Inhalte überprüfen
Nur weil eine Technologie im Trend liegt heißt das noch lange nicht, dass ihre Verwendung für jedes Unternehmen Sinn macht. Innovationen können, falsch oder überflüssig eingesetzt, schnell zu einer Stolperfalle werden. Unternehmensverantwortliche sollten deshalb sehr genau darüber nachdenken, welche Informationen sie mit einer iPhone App transportieren können, die auf dieses Medium zugeschnitten sind. Optimal ist eine mobile Verlängerung der Websiteinhalte, die für den iPhone-Besitzer einen Zusatznutzen darstellt. Ob es sich dabei um ein Informations-, Kommunikations- oder Unterhaltungs-Tool handelt, hängt stark von der Produkt- beziehungsweise Dienstleistungspalette des Unternehmens ab.
2. Wer braucht eine App?
Sind die Inhalte gesichert, sollte im nächsten Schritt überprüft werden, ob sich die eigene Zielgruppe überhaupt für ein mobiles Angebot interessiert. Nicht jeder Onlinenutzer ist automatisch auch am mobilen Internet interessiert. Oder sollen neue Nutzergruppen angesprochen werden, um eine Erweiterung des Interessentenkreises zu bewirken? In diesem Fall kann sich der Einsatz einer App ebenfalls lohnen. Ist die Relevanz der Zielgruppe geklärt, muss überlegt werden, inwieweit diese sich mit dem mobilen Angebot auseinandersetzen möchte und welche Ansprüche sie an die Funktionen stellt. Hier sollte auf bereits bestehende Zielgruppencharakteristika zurückgegriffen oder eine Zielgruppenbefragung anvisiert werden.
3. Mobiles Vergnügen
Eine App sollte zunächst einmal ein emotionales Grundbedürfnis des Nutzers befriedigen: Spaß. Der Einsatz einer App ist nicht zwingend notwendig, um den Alltag zu bewältigen, er wird aber um ein Vielfaches spannender und amüsanter mit ihr. Spaß allein reicht jedoch nicht aus: Zusätzlich sollte die App als Lösung für ein individuelles Problem zur Verfügung stehen und durch Funktionalität überzeugen. Je preiswerter eine App gehalten wird, desto eher werden die Interessenten bereit sein, sie zu testen.
4. Aufbau einer sinnvollen App
Bei der Gestaltung einer App ist Einfachheit wichtig. Je simpler die Navigation und die Menüpunkte gehalten sind, desto schneller freundet sich der Nutzer mit dem neuen Angebot an. Sofern mehrere Navigationsebenen eingeplant sind, erfolgt deren Aufbau streng logisch. Je tiefer ein Nutzer in das inhaltliche Angebot der mobilen Anwendung eintaucht, desto einfacher sollte er wieder herausfinden können. Auch Anleitungs- oder Beschreibungstexte sowie Überschriften sind gradlinig und unkompliziert zu halten, damit auf einen Blick erkennbar ist, was die App zu bieten hat.
5. Glasklar überzeugen
Auf zu viele grafische Spielerein sollte bei der Gestaltung einer App besser verzichtet werden. Dafür ist der Einsatz von klar definierten Icons und schnörkellosen Grafiken umso ratsamer. Der Aufbau einer eigenen Bildsprache ist besonders für die Gestaltung einer App wichtig, denn je attraktiver sich eine Anwendung präsentiert, desto interessierter reagiert der Nutzer auf sie. Bilder sagen mehr als 1.000 Worte, weshalb eine intelligent gestaltete App für das emotionale Involvement der Anwender sorgt.