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3. Aus der Masse der Applikationen hervorstechen

Insgesamt gilt: Um erfolgreich zu sein, muss eine E-Commerce-Applikation aus der Masse der vorhandenen Applikationen hervorstechen. Sei es, weil sie einzigartig und sehr originell ist, einen hohen Nutzwert für den User generiert oder äußerst unterhaltsam ist. Wie der Aufenthalt in der Community selbst muss auch das Stöbern und Shoppen ein Erlebnis sein. Gleichzeitig funktionieren aber nur solche Applikationen, die sehr simpel sind und in die die User leicht einsteigen können – ein Grund für den Erfolg sogenannter Hot-or-Not-Applikationen. Ein spielerischer Charakter ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, viele Nutzer zu gewinnen – vor allem dann, wenn die Applikation einen neuen Vergleichs- und Wettbewerbskanal für Freunde eröffnet. Wird dann ein User immer durch den Newsfeed darüber informiert, wenn ihn ein Freund bei einem bestimmten Spiel überholt hat, bietet das einen Anreiz, um die Applikation regelmäßig zu nutzen.

Gerade bei Shopping-Applikationen ist es sehr wichtig, dass die Anreize zur häufigen Nutzung spielerisch und nicht zu plump und aufdringlich daherkommen – sonst bewirken sie schnell das genaue Gegenteil. Generell darf eine Shopping-Applikation nicht zu kommerziell wirken, sondern muss authentisch sein und eine gesunde Mischung bieten: aus Emotionalität und Lockerheit auf der einen Seite sowie der Profilierungsmöglichkeit über Produkte und Angebote auf der anderen Seite. Einfache Wunschlisten reichen schon lange nicht mehr aus, um User zu gewinnen und zu binden. Das zeigt auch der Misserfolg von Shop.COMpanion, dessen Name allein schon ein Profil herabwürdigt – oder beispielsweise die Tatsache, dass keine der über 50 Wunschlisten-Applikationen auf facebook mehr als 20 aktive User am Tag aufweist. Über Wunschlisten können sich User weniger stark definieren. Viel stärker als Wunschlisten befriedigen Empfehlungslisten das Ego eines Users. Zudem bieten sie den Freunden im Netzwerk weitaus bessere Möglichkeiten, interessante Produkte und Angebote zu entdecken.

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