2. Selbstdarstellungsmöglichkeiten bieten
Zum Erfolg von Shopping-Applikationen tragen auch Selbstdarstellungsmöglichkeiten bei. Gerade im Mode- und Lifestylebereich ist das ein ganz zentraler Punkt. User müssen die Möglichkeit haben, sich und ihren Geschmack darzustellen und dies mit ihren Freunden oder anderen Nutzern zu teilen. Sei es, weil sie ihren Geschmack durch Produktempfehlungen zeigen oder ihn durch die Präsentation von Produkten, die sie besitzen, zum Ausdruck bringen. Selbst etwas aktiv zu gestalten und dafür Anerkennung zu erlangen, sind Anreize, um eine Applikation zu nutzen und sich mit den Produkten und Angeboten eines Unternehmens auseinanderzusetzen. Prominentes Beispiel dafür sind Applikationen wie Polyvore, in denen User ganze Outfits aus Online-Shops zusammenstellen und anderen Nutzern präsentieren können. Dadurch, dass diese E-Commerce-Applikationen inhaltlich von den Usern erstellt werden, sind sie, im Gegensatz zum klassischen Affiliate Marketing, sehr viel glaubwürdiger und erzielen darum auch höhere Klickraten.
Möglichkeiten zur Produktempfehlung und -anzeige sind für eine Shopping-Applikation sehr wichtig. Ihre Attraktivität ist dann besonders hoch, wenn neben den Freunden auch fremde User berücksichtigt werden, die einen ähnlichen Geschmack aufweisen, da sie vergleichbare Produkte empfehlen. Stylefeeder nennt diese Seelenverwandten passender Weise „Styletwins“. Sie stellen eine ergiebige Quelle für Shopping-Inspirationen dar. Generell sind Empfehlungen immer häufiger ausschlaggebend bei Kaufentscheidungen im Internet – die soziale Komponente schafft Vertrauen für die jeweiligen Produkte. Fügt ein User ein neues Produkt beispielsweise zu den Empfehlungen hinzu, sollte es über den Newsfeed, der Aktivitätsanzeige im Social Network, direkt auf der Startseite der Freunde erscheinen: Denn werden die Freunde über Veränderungen informiert, ist das ein Anreiz, eine Applikation auch regelmäßig zu nutzen. Losgelöst von den Personen ist natürlich auch die Anzeige der beliebtesten oder neuesten Produkte und Angebote in der Applikation selbst ein Ansatzpunkt