Social-Media-Marketing für die Tourismusbranche
Die Reise beginnt im sozialen Web
10.03.2010 12:03 tga
Vor dem Kofferpacken informieren sich User online
Während einige Online-Reiseanbieter wie Lufthansa und Expedia Social-Media-Marketing gekonnt einsetzen, halten sich andere noch zurück. Der Analyseanbieter complexium und die Kommunikationsagentur Faktor 3 haben deshalb anlässlich der ITB in Berlin einen Leitfaden zusammengestellt, der sich auch auf andere Branchen anwenden lässt.
Am Anfang steht das Zuhören. Um die Wünsche Ihrer (potenziellen) Kunden bedienen zu können, müssen Sie diese kennen.
1. Alles ist öffentlich - hören Sie zu. Menschen sprechen über ihre Reisewünsche, -erfahrungen und Ansprüche. Lassen Sie dieses Wissen nicht ungenutzt.
2. Nutzen Sie existierende Orte und Plätze - gehen Sie dahin, wo sich die Menschen bereits unterhalten und informieren. Dort wird Ihnen auf jeden Fall zugehört, denn die Menschen haben ein spezifisches Interesse an dem Thema, sonst wären sie nicht dort.
3. Planen Sie erst dann eigene Blogs, Netzwerke oder Kampagnen, wenn Sie das Bestehende kennen gelernt haben. Seien Sie sich sicher, dass Ihr Angebot es dem gewünschten Empfänger wert ist, bestehende und etablierte Plattformen zu verlassen.
4. Es gibt keine fest umrissene Gruppe von Gatekeepern mehr. Akzeptieren Sie, dass manche, Ihnen unbekannte Quellen durchaus eine große Leserschaft haben können: Dann sind sie gewichtig.
5. Das Netz lässt sich nicht kontrollieren. Kommunikation findet auch ohne Sie statt.
6. Ihre eigene Website ist nur eine Quelle unter vielen. Das Social Web bietet Interessierten ein bisher unbekanntes Reservoir an Gesprächspartnern und -plattformen.
7. Verstehen setzt Unvoreingenommenheit voraus. Vermeiden Sie mentale Scheuklappen, verzichten Sie auf zu viele Hypothesen. Welche Fragen stellt sich ein Reisender?
8. Erschließen Sie die Themen und Fragen Ihrer Zielgruppe. Lesen Sie fest, welche davon Sie bedienen können?
9. Positionierung: Wo sind Sie in der Relevanzarena verortet? Schaffen Sie sich einen Überblick über die Stellung Ihres Unternehmens. In welchen Kontexten wird es genannt? Welcher Mitbewerber ist präsenter?
10. Glaubwürdig sind Gleichgesinnte. Dies mag man sozial naiv nennen, aber es ist so.
11. Privatsphäre achten! Manche Gruppen sind nicht ohne Grund geschlossen. Aber nicht jede Anfrage wird abgelehnt. Fragen zeigen Wertschätzung.
Lesen Sie weiter, wie Sie die gesammelten Informationen strukturieren können.