Innovationsfähigkeit zählt
4. IT-Sicherheitskonzept untersuchen
Wie wichtig der Schutz der Daten und die Sicherheit der IT-Systeme sind, zeigen prominente Beispiele von Datenklau in der jüngsten Vergangenheit. Im Netz spricht es sich schnell herum, wenn ein Internetauftritt Schwachstellen offenbart. Neben Schutz gegen Angriffe von außen, sollte der zukünftige Hosting-Partner auch ein sauberes Konzept zur Abschottung seiner verschiedenen Kunden haben. Bei der Auswahl des Hosting-Dienstleisters ist es daher geraten, besonders auf ein professionelles IT-Sicherheitskonzept (Berechtigungsverwaltung, Firewall, Verschlüsselung, Intrusion Detection System, Virenschutz) des Anbieters zu achten.
5. Total Cost of Ownership bestimmen
Der wesentliche Kostenblock beim Hosting-Betreiber sind die Energiekosten (Strom für Server und deren Kühlung). Trotz viel diskutierter Green-IT-Ansätze wird erwartet, dass dieser in naher Zukunft bei einem Drittel der operativen Betriebskosten liegen wird. Hinzu kommen Kosten für Applikationsbetreuung und Investitionen in die Technik. Hier sind angesichts steigender Datenvolumina schnell hohe Kostensteigerungen zu erwarten. Egal wie der Hosting-Anbieter das Paket schnürt, relevant in der Kundenkalkulation sollten die Total Costs of Ownership sein. Es empfiehlt sich, einen Business Case für alternative Anbieter/Varianten aufzustellen, um so den preislich attraktivsten Anbieter zu identifizieren.
6. Innovationsfähigkeit mitbewerten
Sowohl die Hosting-Technik (Virtualisierung, Cloud-Computing) als auch der Bereich E-Commerce (Web-2.0-CRM) sind aktuell von technologischen Veränderungen bzw. Innovationen geprägt. Bei der Wahl des Hosting-Anbieters sollte insbesondere der Punkt Innovationsfähigkeit nicht außer Acht gelassen werden. Gerade mit innovativen Lösungen kann man sich als Shopbetreiber vom Wettbewerb differenzieren. Das zeigt der Erfolg von Amazon.
7. E-Commerce Know-how einfordern
Ebenso wichtig wie das Technik-Know-how des Hosting-Anbieters ist das Verständnis des Hosting-Anbieters für die E-Commerce-Geschäftsprozesse selbst. Diese benötigen in der Regel komplexe Systeme, die als Ganzes reibungslos zusammenarbeiten (Webserver für das Frontend, Backend-Systeme für Billing, CRM, Datenbankserver, Security-Systeme, Schnittstellen zu Lieferanten, Banking, Boniprüfung), aber auch bei sich schnell ändernden Anforderungen anpassbar sein müssen. Ein Hosting-Partner sollte trotz komplexer Prozesse auf Kundenseite und anspruchsvoller Technik im Rechenzentrum einen in jeder Hinsicht störungsfreien Betrieb eines Webshops garantieren können.