Praxistipp für Shopbetreiber
In zehn Schritten zum richtigen Hosting-Partner
16.03.2010 12:24 tga
Den passenden Hosting-Anbieter für den eigenen E-Commerce-Auftritt zu finden, hängt nicht nur von der Unternehmensgröße ab, sondern auch von der gewählten Strategie. Andreas Urbanczyk und Ingo Sombrutzki von der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner beschreiben in zehn Tipps, was Shopbetreiber beachten sollten.
Die einfachste Variante des Hostings wird als Housing bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Unterbringung der kundeneigenen Server beim Housing-Anbieter; oft nur mit dem Ziel, eine redundante Anbindung (Co-Location) aufzusetzen. Umfangreicheren Service seitens des Anbieters bieten die Hosting-Varianten Managed Hosting und Application Hosting. Während beim Managed Hosting der Anbieter die technische Plattform betreibt und wartet, wird beim Application Hosting zusätzlich auch die eigentliche Kundenapplikation (zum Teil als Shop-Komplettpaket) betreut, gewartet und betrieben.
1. Projektmanagement professionalisieren
Das Hosting-Vorhaben sollte man mit einem professionellen Projektmanagement angehen, indem Ziele und Rahmenbedingungen und Hosting-Strategie im Einklang zur IT-Strategie klar definiert sowie die wesentlichen und erforderlichen Schritte selbst geplant und überwacht werden. Steht eine eigene Projektmanagement-Kompetenz nicht ausreichend zur Verfügung, empfiehlt sich bei größeren Vorhaben zur Dienstleistersteuerung der Einsatz eines externen und anbieter-unabhängigen Projektmanagers.
2. Zertifizierung klären
Hosting-Anbieter differenzieren sich von ihren Wettbewerbern dadurch, dass sie ihre Services und Prozesse nach Standards wie beispielsweise IT Infrastructure Library (ITIL) professionell ausprägen und die Mitarbeiter in entsprechenden Schulungen weiterbilden. In den Unternehmensdarstellungen findet man hierzu Spezifizierungen: „ITIL-konform“ oder sogar „Zertifiziert nach ISO/IEC 20000“. Im Bereich der IT-Security empfiehlt sich die Frage nach einer Zertifizierung nach der internationalen Norm ISO/IEC 27001 (Informationssicherheits-Managementsystem). Des Weiteren ist der Schutz der Umwelt in den letzten Jahren auch in der IT-Welt stark in den Vordergrund gerückt. Hierzu können Anbieter ihr Umwelt-Engagement und ihr Umwelt-Management nach ISO 14001 aufbauen und zertifizieren lassen.
3. Verfügbarkeit gewährleisten
Die Endkunden erwarten, dass Internetshops rund um die Uhr erreichbar sind und dass bei der Nutzung der Shops keine merklichen Wartezeiten auftreten. Der Hosting-Partner muss diese Anforderungen durch leistungsgerechte und redundant ausgelegte Serversysteme abdecken. Loadbalancer sorgen durch eine dynamische Verteilung der Endanwender auf die meist aus mehreren Webservern bestehenden Systeme für performante Antwortzeiten. Je höher die Anforderungen an die Ausfallsicherheit sind, umso wichtiger ist es, Anbieter dahingehend auszuwählen, ob die notwendige Redundanz durch mehrere getrennte Rechenzentrumsräume geleistet werden kann. Auch sollten die Rechenzentrumsräume ausreichend Schutz gegen äußere Einflüsse bieten. Wenn es doch einmal zu Problemen kommt, müssen angemessene Backup-Mechanismen eine schnelle und sichere Wiederherstellung der Systeme und Daten gewährleisten. Professionelle Hosting-Anbieter unterstützen hierbei mit einem 7x24h-Service.