"Autokauf" oder "Auto Kauf"?
Eine hochwertige Analyse sollte möglichst präzise Zahlen über die Konkurrenz liefern. Eine gute Annäherung ist die Anzahl der Suchergebnisse mit dem Suchoperator "intitle" und der Suchanfrage "intitle:keyword" (bei Keyword-Kombinationen intitle:"keyword kombination"), dadurch werden alle Seiten angezeigt, die sich im Index von Google befinden und das Keyword im Titel der Website beinhalten. Da der Titel eines der Hauptkriterien der On-Page-Optimierung ist, werden alle theoretischen Konkurrenten angezeigt.
Ein Beispiel aus der Praxis ist "Autokauf" und "Auto Kauf".
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In diesem Beispiel zeigt Google die gleiche Konkurrenz, auch der durchschnittliche CPC ist ähnlich. Da die Suchhäufigkeit laut Google für "Autokauf" ca. vier Mal so groß ist und die anderen Daten gleich sind, könnte hier die Entscheidung schnell auf "Autokauf" fallen. Auf den zweiten Blick könnte jedoch die Optimierung für "Auto Kauf" effizienter sein, da hier rund zehn Mal weniger Konkurrenten vorhanden sind.
Es soll hier keine Debatte über Sinn und Unsinn von grammatikalisch falscher Schreibweise stattfinden - solange die Nutzer solche Anfragen nutzen und Suchmaschinen keine besseren semantischen Algorithmen bieten, kann dies eine legitime Herangehensweise sein.
Baffy Scorpion am 04.05.2010
Keyword Analyse
Ich verwende ebenfalls das Keyword Tool über Google AdWords. Die daraus gewonnenen Ergebnisse setze ich in Form von Einzelartikeln auf meinen Wordpress Blogs um, wobei ich nicht mehr als 2 Keywords in den Content packe. Möchte ich auf weitere Keywords optimieren, schreibe ich contentbasierend einen weiteren Artikel, achte dabei auf die Permalinkstruktur, wo das zu optimierende Keyword in der URL enthalten sein soll. Ebenfalls sollte das Keyword im Title und der Description auftauchen. Dann verlinke ich die relevanten Artikel untereinander quer.
Utku Akkoc Plusregion-Nord.de am 29.04.2010
Ideale Keywörter
Toller Artikel,
ich finde es noch interessanter mit Subdomains zu arbeiten, die bereits einige Keywörter enthalten.
Die Domain-Auswahl ist auch sehr wichtig für Unterprodukte oder Dienstleistungen.
VG
Utku Akkoc
Rudolf Ristov am 18.03.2010
Anmerkung
@Ömer Atiker
Danke für den Kommentar.
Persönlich setze ich ein Tool ein (eigene Entwicklung), welches die von mir beschriebene Methode automatisiert und gleichzeitig auch den durchschnittlichen Pagerank der ersten 10 Ergebnisse, die Backlinks der Seiten und weitere Faktoren ermittelt. Jedoch oft korrelieren diese Werte mit der beschriebenen Methode. Daher ist es eine einfach und effektive Möglichkeit um die Konkurrenz zu ermitteln, auch ohne die erweiterten Daten.
Eine gute Ergänzung ist der Hinweis auf die eigene Position und die grundlegende Stärke der Homepage. Dies sollte ebenfalls in die Entscheidungsfindung einfließen.
Meine Herangehensweise zeigt eine schnelle und effiziente Möglichkeit relevante Keywords zu bestimmen, vor allem funktioniert dies bei Nischen sehr gut. Bei sehr stark umkämpften Keywords müssen natürlich weitere Faktoren betrachtet werden.
Ömer Atiker (Click Effect) am 12.03.2010
SEM ist gut, aber nicht genug für SEO
Ein guter Ansatz ist sicher, zuerst zu beurteilen ob der vorhandene Traffic ausreicht. Wenn nur wenige den Begriff suchen, lohnt sich SEO oft nicht.
Doch SEO hat ja noch ein paar weitere Fragen zu beatworten:
1. Konkurrenz:
Im SEM sehe ich, wer noch Anzeigen schaltet, aber nicht, wie stark die Konkurrenz in der natürlichen Suche ist.
Faktoren sind hier z. B.
- die Anzahl der Suchergebnisse
(mehr Ergebnisse = ich muss mich durch ein weiteres Feld durchkämpfen)
- die Stärke der Erstplatzierten (PageRank, Backlinks etc.)
Wenn ganz vorne lauter Konzerne stehen, wir es schwierig, sich zu platzieren, egal wie viele Mitbewerber es gibt.
2. Ausgangspunkt
Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ich bereits ein Ranking habe (z. B. in den Top-100 schon sichtbar bin) oder ganz bei null anfangen muss.
Ebenso wichtig: Der Wert der eigenen Website. Wie gut ist meine Seite bereits platziert, verlinkt, bewertet?
Mit einer etablierten Seite sind auch schwierige Keywords erreichbar, die für neue Websites einen zu hohen Aufwand bedeuten würden.
3. Relevanz
Nur der Auftraggeber kann beurteilen, ob ein Begriff wirklich genau passt.
Wenn ein Begriff wirklich relevant ist und zur gewünschten Konversion passt, ist der Begriff lohnend. Auch wenn nur wenige Menschen danach suchen, so sind dies doch potentielle Kunden.
Beispiele sind Fachbegriffe, die nur Insider kennen, oder die Kombination mit Worten die Kaufabsicht signalisieren („kaufen“, „billig“ etc.)
Fazit
Eine Suchbegriffs-Analyse fürs SEO sollte daher auch zu diesen Aspekten Stellung nehmen.
Die Kunst ist, die Faktoren (z. B. Traffic vs. Relevanz) gegeneinander abzuwägen.
Das ist sicher nicht trivial, sondern erfordert erhebliche Erfahrung bei der Agentur und eine sehr offene und ehrliche Kommunikation mit dem Auftraggeber.