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Auf der Suche nach dem idealen Keyword

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Auf der Suche nach dem idealen Keyword

Viele Suchanfragen, wenig Konkurrenz

Auf der Suche nach dem idealen Keyword (Foto: istock/123render)

Eine Keyword-Analyse ist oft der Anfang der SEO-Aktivitäten. Erst wenn die relevanten Keywords ermittelt sind, lassen sich bestimmte Potenziale und Schwachstellen bei der Optimierung aufzeigen. Wie Sie dabei vorgehen können, zeigt Rudolf Ristov, Head of Online-Marketing bei tolingo.de.

Der erste Teil einer soliden Keyword-Analyse ist die Keyword-Recherche. Diese kann sehr gut mit dem Google AdWords Keyword-Tool durchgeführt werden. Hauptziel dabei ist es, möglichst viele relevante Keywords zu finden und diese am besten zu gruppieren. Für die Recherche ist es wichtig zu berücksichtigen, dass die Suchenden oftmals keine Branchenkenner sind und eher einfache Suchanfragen durchführen. Hier empfiehlt es sich, Branchenfremde zu befragen, wie sie nach einer Dienstleistung oder einem Produkt suchen würden.

Auf Basis der gruppierten Keywords und -Kombinationen muss jetzt bewertet werden, welche Keywords betriebswirtschaftlich relevant sind. Dabei ist nicht nur die Frage nach dem potentiellen Umsatz zu klären, sondern es muss auch die Konkurrenz berücksichtigt werden. Es gilt die Keywords zu finden, die viele sinnvolle Suchanfragen haben und gleichzeitig über möglichst wenig Konkurrenz verfügen. So werden die SEO-Aktivitäten und die vorhandenen Ressourcen am effizientesten eingesetzt und es wird nicht zu viel Zeit und Geld in Keywords investiert, bei denen die Suchanfragen zwar hoch sind, jedoch der Markt bereits gesättigt ist.

Auch hier zeigt das AdWords Keyword-Tool von Google viele nützliche Informationen. Wichtig ist, dass bei der Keyword-Betrachtung unter "Übereinstimmungstyp" die Option "Wortgruppe" gewählt wird. Bei Keywords mit vielen Suchanfragen und vielen möglichen relevanten Kombinationen sollte "Exakt" gewählt werden, da dadurch eine bessere Datenbasis und Bewertung erreicht wird. Das Tool zeigt jetzt die (geschätzten) durchschnittlichen Suchanfragen im Monat. Zudem liefert Google die Mitbewerberdichte. Diese entspricht derKonkurrenz für das jeweilige Keyword. Was diese Daten jedoch oft verschweigen ist die tatsächliche Konkurrenz für ein Keyword oder eine Kombination.

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Kommentare

Baffy Scorpion am 04.05.2010

Keyword Analyse

Ich verwende ebenfalls das Keyword Tool über Google AdWords. Die daraus gewonnenen Ergebnisse setze ich in Form von Einzelartikeln auf meinen Wordpress Blogs um, wobei ich nicht mehr als 2 Keywords in den Content packe. Möchte ich auf weitere Keywords optimieren, schreibe ich contentbasierend einen weiteren Artikel, achte dabei auf die Permalinkstruktur, wo das zu optimierende Keyword in der URL enthalten sein soll. Ebenfalls sollte das Keyword im Title und der Description auftauchen. Dann verlinke ich die relevanten Artikel untereinander quer.

Utku Akkoc Plusregion-Nord.de am 29.04.2010

Ideale Keywörter

Toller Artikel,

ich finde es noch interessanter mit Subdomains zu arbeiten, die bereits einige Keywörter enthalten.

Die Domain-Auswahl ist auch sehr wichtig für Unterprodukte oder Dienstleistungen.

VG
Utku Akkoc

Rudolf Ristov am 18.03.2010

Anmerkung

@Ömer Atiker
Danke für den Kommentar.
Persönlich setze ich ein Tool ein (eigene Entwicklung), welches die von mir beschriebene Methode automatisiert und gleichzeitig auch den durchschnittlichen Pagerank der ersten 10 Ergebnisse, die Backlinks der Seiten und weitere Faktoren ermittelt. Jedoch oft korrelieren diese Werte mit der beschriebenen Methode. Daher ist es eine einfach und effektive Möglichkeit um die Konkurrenz zu ermitteln, auch ohne die erweiterten Daten.

Eine gute Ergänzung ist der Hinweis auf die eigene Position und die grundlegende Stärke der Homepage. Dies sollte ebenfalls in die Entscheidungsfindung einfließen.

Meine Herangehensweise zeigt eine schnelle und effiziente Möglichkeit relevante Keywords zu bestimmen, vor allem funktioniert dies bei Nischen sehr gut. Bei sehr stark umkämpften Keywords müssen natürlich weitere Faktoren betrachtet werden.

Ömer Atiker (Click Effect) am 12.03.2010

SEM ist gut, aber nicht genug für SEO

Ein guter Ansatz ist sicher, zuerst zu beurteilen ob der vorhandene Traffic ausreicht. Wenn nur wenige den Begriff suchen, lohnt sich SEO oft nicht.


Doch SEO hat ja noch ein paar weitere Fragen zu beatworten:

1. Konkurrenz:
Im SEM sehe ich, wer noch Anzeigen schaltet, aber nicht, wie stark die Konkurrenz in der natürlichen Suche ist.

Faktoren sind hier z. B.
- die Anzahl der Suchergebnisse
(mehr Ergebnisse = ich muss mich durch ein weiteres Feld durchkämpfen)

- die Stärke der Erstplatzierten (PageRank, Backlinks etc.)
Wenn ganz vorne lauter Konzerne stehen, wir es schwierig, sich zu platzieren, egal wie viele Mitbewerber es gibt.


2. Ausgangspunkt
Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ich bereits ein Ranking habe (z. B. in den Top-100 schon sichtbar bin) oder ganz bei null anfangen muss.

Ebenso wichtig: Der Wert der eigenen Website. Wie gut ist meine Seite bereits platziert, verlinkt, bewertet?
Mit einer etablierten Seite sind auch schwierige Keywords erreichbar, die für neue Websites einen zu hohen Aufwand bedeuten würden.


3. Relevanz
Nur der Auftraggeber kann beurteilen, ob ein Begriff wirklich genau passt.

Wenn ein Begriff wirklich relevant ist und zur gewünschten Konversion passt, ist der Begriff lohnend. Auch wenn nur wenige Menschen danach suchen, so sind dies doch potentielle Kunden.
Beispiele sind Fachbegriffe, die nur Insider kennen, oder die Kombination mit Worten die Kaufabsicht signalisieren („kaufen“, „billig“ etc.)


Fazit
Eine Suchbegriffs-Analyse fürs SEO sollte daher auch zu diesen Aspekten Stellung nehmen.

Die Kunst ist, die Faktoren (z. B. Traffic vs. Relevanz) gegeneinander abzuwägen.

Das ist sicher nicht trivial, sondern erfordert erhebliche Erfahrung bei der Agentur und eine sehr offene und ehrliche Kommunikation mit dem Auftraggeber.

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