Teil 2: Datensicherheit muss zertifiziert und regelmäßig überprüft werden
5. Zugriffsrechte auf Daten und Systeme
Der Kunde muss gegenüber dem Managed-Hosting-Provider festlegen, welche Zugriffsrechte dieser auf die Daten erhält. So dürfen die Mitarbeiter des Providers keinesfalls die Daten an Dritte weiterleiten. Dafür sollte der Provider spezielle Sicherheitsmaßnahmen implementieren.
6. Physische Datensicherheit
Der Managed-Hosting-Anbieter ist für die physische Sicherheit der Daten im Rechenzentrum verantwortlich. Er muss entsprechende Sicherheits- und Versorgungssysteme aufbauen, um die Daten gegen physische Einflüsse wie Feuer oder Wasser zu schützen. Neben einer regelmäßigen Datensicherung sind auch strenge Zugangskontrollen und diverse Alarmeinrichtungen erforderlich.
7. Sicherheitszertifikate
Der Provider muss alle Sicherheitsanforderungen mit einem entsprechenden Zertifikat wie ISO 27001 für Informationssicherheitsmanagement belegen können. Für Handelsunternehmen und Dientleister, die Kreditkartentransaktionen übermitteln, abwickeln und speichern, wird auch die Unterstützung des Payment-Card-Industry-Sicherheitsstandards zunehmend wichtiger. Was Sicherheitszertifikate angeht, muss der Managed-Hosting-Provider ein überprüfbares Qualitäts- und Sicherheitsmanagement eingeführt haben und sich jährlich rezertifizieren lassen.
8. Kontinuierliche Überprüfung der Security-Maßnahmen
Die Erstellung von IT-Sicherheitsanforderungen ist ein iterativer Prozess, dessen Wirksamkeit in regelmäßigen Abständen - mindestens ein bis zwei Mal jährlich - überprüft werden muss. Strukturierte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und die Fähigkeit, sich rasch an neue Sicherheitsanforderungen anpassen zu können, sind für Managed-Hosting-Provider ein absolutes Muss.