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Springer: Online wächst

Der Berliner Verlag steigert vor allem durch Zukäufe seine Weberlöse.

Das Internet rettet die Bilanz: Der missratene Ausflug ins Post-Geschäft bringt den Axel-Springer-Verlag in die Miesen. Das Berliner Medienunternehmen schließt nach dem Verlusten mit dem Zustellservice PIN das Jahr 2007 mit einem Minus von 572,4 Millionen Euro ab. Um diesen Sondereffekt bereinigt bilanziert Springer ein Ergebnis nach Steuern von 284 Millionen Euro: Das sind vier Prozent weniger als 2006.

Als Wachstumstreiber erweist sich jedoch die Onlinesparte, die Springer erstmals gesondert ausweist. Hier hat der Verlag vor allem zugekauft: Zuerst den Online-Marketing-Spezialisten Zanox, dann den Preisvergleich Idealo, schließlich die Portale Wallstreet Online und Au Femin. Kaum verwunderlich, wenn die Sparte digitale Medien, zu denen Springer die nicht markengebundenen Onlineaktivitäten sowie Radio- und TV-Beteiligungen zählt, mit 152,3 Millionen Euro das Sechsfache dessen erwirtschaftet, was 2006 in den Büchern stand. Hinzu addieren sich die Werbeerlöse auf diesen Sites sowie auf traditionellen Springeradressen wie Bild.de oder Welt.de. Sie summieren sich auf knapp 222 Millionen Euro und machen bereits 8,6 Prozent am Konzernumsatz aus.

"Wir haben die Transformation von einem Print-Verlag zu einem integrierten Multimedia-Unternehmen voran getrieben", kommentierte Springer-Chef Mathias Döpfner das Zahlenwerk. "Die Digitalisierung ist bei Axel Springer keine Zukunftshoffnung, sondern reales Geschäft." Dieses dürfte auch im laufenden Jahr durch Übernahmen wachsen, und neuerdings vermarktet Springer die eigenen Webangebote selbst.


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