Shoppingfunktion innerhalb mobiler Anwendungen
Mehr Apps mit Kaufmöglichkeit fürs iPad als für iPhone
30.07.2010 10:00 sno
Jede zehnte Applikation für das iPad verfügt bereits über die Möglichkeit, direkt aus der Anwendung heraus digitale Produkte einzukaufen. Beim iPhone liegt der Anteil bisher nur bei zwei Prozent.
Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des App-Store-Analysten Distimo. Der Hauptgrund für das größere Angebot liege in der Tatsache, dass der Apple App Store für das iPad erst an den Start ging, als die sogenannten In-App-Purchases bereits verfügbar waren. Zusätzlich könnte es eine Rolle spielen, dass das iPad stärker als Gerät zum Konsum von Medien wie Zeitungen und Zeitschriften benutzt wird als das iPhone. In diesem Bereich ist der Verkauf von Inhalten sehr verbreitet.
Die Funktion des In-App-Purchase bietet Entwicklern die Möglichkeit, ihre Anwendungen so zu gestalten, dass die Nutzer direkt aus dem Programm Erweiterungen kaufen und herunterladen können - zum Beispiel zusätzliche Levels eines Spiels oder aktualisierte Karten für ein Navigationsprogramm. Laut Distimo-Report ist der Anteil an Apps mit Kaufmöglichkeit in den Kategorien "Soziale Netzwerke" und "Spiele" am höchsten. Die beliebteste kostenpflichtige Applikation mit In-App Purchases in den USA war im Juni das Spiel "Guitar Hero", gefolgt vom Dienst "TomTom U.S.A.".
Im vergangenen Monat hatte Distimo die Verbreitung von Gratisanwendungen für Smartphones untersucht. Dabei zeigte sich unter anderem, dass aktuell mehr die Hälfte aller angebotenen Apps des Android-Systems kostenlos zu haben sind, während der Anteil bei Apple nur ein knappes Viertel beträgt.