Home / Nachrichten / Mobile / Praxistipps /

Strategien für In-App-Sales

Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Strategien für In-App-Sales

Mobile Geschäftsmodelle mit Zukunft

Strategien für In-App-Sales (Foto: istock/arand)

Bis 2015 werden die E-Commerce-Umsätze, die aus Apps heraus getätigt werden, auf knapp 2,4 Milliarden Euro anwachsen - das entspricht einem Wachstum von 45 Prozent im Jahr. Welche Geschäftsmodelle es für Unternehmen gibt, hat Mücke, Sturm & Company analysiert.

Die Managementberatung geht davon aus, dass 2011 durch den reinen Verkauf kostenpflichtiger Apps in Deutschland rund 600 Millionen Euro umgesetzt werden. Der deutsche App-Markt wird mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 66 Prozent bis 2013 auf rund 1,6 Milliarden Euro ansteigen. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland durch den Verkauf kostenpflichtiger Apps bereits rund 355 Millionen Euro in den App Stores umgesetzt.

 
 
Entwicklung der In-App-Sales

Entwicklung der In-App-Sales

Ein spannendes Thema sind In-App-Sales. Damit sind alle Verkäufe gemeint, die über den Download einer Anwendung hinausgehen. Von einem E-Commerce-Umsatz in Deutschland von 17,1 Milliarden Euro für 2010 entfallen bereits 2,5 Prozent auf Verkäufe via Smartphones. Nach Analysen der Unternehmensberatung ist in den nächsten fünf Jahren mit einem deutlichen Wachstum von 45 Prozent jährlich zu rechnen. Bis 2015 werden die In-App-Umsätze auf nahezu 2,4 Milliarden Euro anwachsen.

Welches Geschäftsmodell zukunftsfähig ist, hängt von der jeweiligen Produktkategorie ab. Hier die Empfehlungen:

Digital Media

Produkte der Kategorie Digital Media umfassen Unterhaltungsmedien wie Musik, Filme oder Bücher. Der Inhalt wird den Konsumenten innerhalb der App zum Download oder Streaming zur Verfügung gestellt. Die Bezahlmodelle reichen dabei von Abonnements für Download bzw. Streaming bis hin zu Einzelpreisen für den Content. Die Mobile Apps eignen sich hier hauptsächlich für den Vertrieb kurzweiliger Inhalte (sogenannter Snack Content), die während der Zugfahrt und beim Warten konsumiert werden.

Die Monetarisierungsmöglichkeiten für digitale Unterhaltungsmedien können sowohl durch den Verkauf von Apps als auch über sogenannte "Freemium"-Modelle realisiert werden. So kann der kostenpflichtige Verkauf der Apps als Umsatzquelle genutzt werden, wobei aufgrund des steigenden Wettbewerbs und der Einmaligkeit das Potenzial eingeschränkt ist. Deutlich attraktiver ist der kostenlose Download der App, um die Nutzerzahlen und die potenzielle Kundenreichweite zu steigern. Innerhalb der App können die Inhalte über Abomodelle oder den direkten Verkauf vertrieben werden. Vor allem Abos sichern einen kontinuierlichen Cash-Flow, wobei durch den einzelnen Vertrieb höhere Einzelumsätze erzielt werden können.

Virtuelle Güter

Virtuelle Güter werden vor allem in Spielen und virtuellen Welten vertrieben, der als "ItemSelling" bezeichnete Verkauf virtueller Güter in Spielen oder virtuellen Welten stellt dabei den zentralen Anteil der In-App-Sales bei Spielen dar. Der Wert der verkauften Items liegt typischerweise im Centbereich.

Bei virtuellen Gütern empfiehlt Mücke, Sturm & Company zwei mögliche, kostenpflichtige Strategien. Der besondere Reiz der gekauften virtuellen Güter, vor allem zur Statusverbesserung, ist durch die Bezahlung und die daraus resultierende Exklusivität bedingt. "Items", die in sozialen Netzwerken oder in virtuellen Real-Life-Szenarien verkauft werden, haben den größten Erfolg im Rahmen kostenfreier Apps. Bei Spielen hingegen besteht die Möglichkeit, durch den Verkauf der App zu einem geringen Preis und durch Item-Selling innerhalb der App Umsätze zu generieren. Als Upselling-Instrument können dafür kostenfreie Versionen mit stark eingeschränkter Funktionalität eingesetzt werden.

Seite 1 2 »

Anzeige



Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

TOP-THEMEN

Button-Lösung kommt: Das müssen Sie wissen

Am 1.8.2012 tritt die "Button-Lösung" in Kraft, die Shopbetreibern weitere Pflichten auferlegt. Wir haben für Sie alles Wichtige zusammengefasst. mehr

Pinterest für Einsteiger

Pinterest ist nicht zu stoppen: Seit Monaten gilt die Pinnwand als der neue Trend in Sachen Social Media. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit sechs Quick-Steps vom neuen Hype profitieren. mehr
Social-Media-Händler

Ranking: Die erfolgreichsten Social-Media-Händler

Wer die beliebtesten US-Händler in den sozialen Netzwerken sind, lässt sich in diesem Top-250-Ranking auf einen Blick feststellen. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Immer mehr Smartphones gibt es in deutschen Haushalten, folglich steigt auch die Zahl der mobilen Internetnutzer unaufhaltsam an. Rund ein Drittel von ihnen nutzt das Telefon auch zum schnellen Einkauf, das zeigt eine Umfrage des bvh. Womit kaufen Sie lieber ein, mit dem Smartphone oder einem Tablet?

Mit welchem Gerät kaufen Sie mobil ein?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 06/2012

"Wir freuen uns auf die Messe"

Am 27. und 28. März öffnet die Internet World in München ihre Tore für Fachbesucher weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr