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Nokia Here für iOS

Vernichtende Kritik für Nokias Kartendienst

Nokia will die Lücke ausnutzen, die die Verbannung von Google Maps im iPhone hinterlassen hat: Doch der Kartendienst Nokia Here, der seit Dienstag als iOS-App verfügbar ist, erhält vernichtende Kritiken.

Nokia hat am Dienstag seine neue Karten-App "Here" als native App für das Apple-Betriebssystem iOS vorgestellt und bietet sie damit auch für iPhones und iPads an. Der Dienst will mit Sprachsteuerung, Verkehrsnachrichten sowie Routenplaner für den öffentlichen Nahverkehr punkten und sich als alternativer Kartendienst neben Google und Apple positionieren. Der Zeitpunkt dafür könnte kaum günstiger gewählt sein: Viele Apple-Fans vermissen schmerzlich die Anwendung Google Maps, die seit iOS 6 nicht mehr als App auf dem Apple-Smartphone verfügbar ist, und sind auf der Suche nach einer Alternative.

Doch Nokia Here schneidet in den ersten Rezensionen nur schlecht ab. Im App Store erreicht die Anwendung gerade einmal 2,5 von 5 möglichen Sternen, die überwiegende Mehrzahl der rund 400 abgegebenen Bewertungen deutscher Nutzer vergab mit einem Stern nur die schlechtest mögliche Note. Eine deutliche Sprache finden die Nutzer auch in ihren Kommentaren: "Noch schlechter als die Apple App", "Die Karten App ist symptomatisch für den Niedergang Nokias. Katastrophe", "Ich war ein großer Fan von Nokia, aber mit dieser App haben sie gezeigt, dass sie es einfach nicht mehr drauf haben. Unscharf, veraltet und lieblos."

Die Kritik entzündet vor allem an der schlechten optischen Darstellung. Satellitenbilder liegen nur mit geringer Auflösung vor und auch die Kartendarstellung selbst ist eher schmucklos geraten. Innovationen wie vektorbasiertes Kartenmaterial, das Apples vielgeschmähte Maps wenigstens schnell macht, fehlen völlig. Auch zahlreiche Kartenfehler sind enthalten. So wird die bayerische Stadt Nürnberg beispielsweise als "Nuremberg" geführt.

Der einstige Handy-Weltmarktführer will zu einem führenden Anbieter von Kartendiensten aufsteigen und sich gegen Google und Apple positionieren. Als Datenbasis dient das Kartenmaterial, das Nokia vor einigen Jahren mit der Acht-Milliarden-Dollar-Übernahmen des Kartenherstellers Navteq erworben hat. 


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