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Google verkauft ab Juni 2011 sein Chromebook

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Google verkauft ab Juni 2011 sein Chromebook

Ein Laptop für die Generation "Always-on"

Google verkauft ab Juni 2011 sein Chromebook

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco seine ersten Laptops mit dem Betriebssystem Chrome OS präsentiert. Die Rechner speichern sämtliche Daten in der Cloud. Die mobilen Rechner werden ab 15. Juni 2011 in den Handel kommen. Für Organisationen und Unternehmen wird es Abo-Modelle geben. Langfristig könnte Google damit eine Alternative zu Rechnern von Microsoft und Apple bieten.

Dafür stellt Google sowohl die Hardware als auch Onlinespeicherplatz und Support zur Verfügung. Unternehmen zahlen pro User und Monat 28 US-Dollar, für Schulen gibt es das Angebot schon ab 20 US-Dollar monatlich. Die ersten Geräte werden von Samsung und Acer gebaut und haben 12,1 beziehungsweise 11,6 Zoll Bilddiagonale. Optional erhältlich ist ein UMTS-Modul.

Privatkunden erhalten die Geräte ebenfalls ab 15. Juni 2011 in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden ab 350 US-Dollar. In den meisten Ländern übernehmen verschiedene lokale Händler den Vertrieb. In den USA werden Amazon und Best Buy die Laptops vertreiben.

Herz des Gerätes ist Googles Webbrowser Chrome, der als Betriebssystem fungiert. Damit schafft Google ein Gerät, das besonders schnell hochfährt und unmittelbar danach den Zugriff auf das Internet ermöglicht. Für sämtliche Aufgaben stehen Webapps bereit. Diese können über den Chrome Web Store gekauft und mit dem Browser verknüpft werden. Der User kann diese Apps nutzen, um Dokumente zu erstellen und zu bearbeiten. Die Ergebnisse werden nicht lokal, sondern ebenfalls online gespeichert. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Webapps auch offline funktionieren. Diese Anforderung erfüllen derzeit jedoch selbst einige Google-Anwendungen wie beispielsweise Mail, der Kalender oder Text&Tabellen noch nicht.

Damit sollen dem Nutzer selbst im Falle eines Diebstahls des Geräts keine Daten verloren gehen - sofern die Server, nicht wie zuletzt bei Amazon, einen Kollaps erleiden. Um auch lokal Daten speichern zu können, wurde ein Dateimanager integriert. Damit ist der Zugriff auf den internen Flash-Speicher und USB-Sticks möglich. Anders als herkömmliche Betriebssysteme soll ChromeOS mit der Zeit nicht langsamer, sondern immer schneller werden, denn die Entwickler können Updates online vornehmen, ohne langwierige Installationen.

Google zielt mit seinem Chromebook vor allem auf Studenten und Unternehmen. In letzteren werden in vielen Fällen noch das inzwischen veraltete Windows XP eingesetzt. Drei Viertel all dieser Anwender könnten sofort auf das Chromebook umsteigen und damit ihre täglichen Aufgaben erledigen, verspricht Google-Chef Sergey Brin vollmundig.

"Die Komplexität, ein komplexes System wie Windows zu managen, foltert die Anwender", sagt Brin. "Chromebooks verkörpern dagegen ein neues Modell, dass den Nutzer die Wartung des Systems abnimmt."

Erste Versuchsgeräte hatte Google bereits im Dezember 2010 vorgestellt und an ausgewählte Tester ausgegeben, um fehlende Funktionen zu finden und Probleme aufzudecken. Zugleich verschob der Konzern damals den Marktstart auf Mitte 2011.


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