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Google hilft Windows Phone 8 - ein bisschen

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Google hilft Windows Phone 8 - ein bisschen

Googles kleine Gemeinheiten

Der IT-Riese Microsoft strauchelt - und Google führt das unwürdige Schauspiel der IT-Welt gerne mit wohldosierten Bosheiten vor. Jüngst mussten die Microsoft-Manager gar als Bittsteller nach Mountain View reisen, um die Kalender-Synchronisation für ihr Smartphone-Betriebssystem zu retten.

Kleiner Streit mit großer Symbolkraft: Bis vor wenigen Jahren galten Microsoft Outlook / Exchange als die feste Größe im Personal Information Management (PIM). Das Synchronisierungsprotokoll dazu hieß ActiveSync und jeder, der eine Anwendung schrieb, die mit Kalender- oder Kontaktdaten umging, tat gut daran, dieses Protokoll zu unterstützen. Ohne eine Möglichkeit, die Daten mit dem mächtigen Microsoft-Tool abzugleichen, blieb der Massenmarkt versagt. Auch Google beugte sich daher dem propritären und ungeliebten Protokolldiktat, um seinen Calender-Anwendung interoperabel zu halten.

Nun haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Google will in Zukunft für private Anwender nur noch die offene Protokolle CalDAV- und CardDAV unterstützen. Kalkulierter Nebenschaden: Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone könnten ihre Daten nicht mehr mit den Google-Diensten austauschen. Für viele Interessenten ist das eine sehr einschneidende Beschränkung, die durchaus die Kaufentscheidung beeinflussen könnte. Google will das Activesync-Protokoll zwar nur für Neugeräte abklemmen (wer seine Kalenderdaten also bereits über Activesync synchronisiert, darf dies ohne Einschränkungen auch weiterhin tun) - für Microsoft ist das Neugeschäft im Smartphone-Markt aber entscheidend. Schließlich ist Microsoft der Newcomer.

So musste sich das Unternehmen nun vor den Augen der Öffentlichkeit mit der Bitte nach Mountain View wenden, die geplante Protokollbeschränkung noch aufzuschieben, bis das Unternehmen auch in Windows Phone eine CalDAV- und CardDAV-Unterstützung implementiert hat, die Google nun favoritisiert. Ursprünglich sollte Activesync bereits im Januar 2013 abgeschaltet werden. Demonstrativ gab Google nun in letzter Minute nach und will den Service aus Kulanz noch bis Juli 2013 aufrecht erhalten - deutlicher lässt sich die Machtverschiebung im Markt wohl kaum demonstrieren.

Seine eigenen Position hat Google dabei übrigens geschickt verteidigt: Für gewerbliche Kunden, bei denen Outlook und Exchange immer noch eine wichtige Rolle spielen, wird es auch weiterhin eine Synchronisation via Activesync geben. Sonst würde ja die eigene Plattform beschädigt.


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