Twitter in der Unternehmenskommunikation
PR-Profis zwitschern mehr
26.07.2010 13:26 nma
Ein Viertel der PR-Profis nutzt den Kurznachrichtendienst Twitter beruflich - vor einem Jahr waren es nur 14 Prozent. Und im kommenden Jahr soll sich dieser Anteil verdoppeln.
Für 2011 rechnen 52 Prozent der PR-Experten damit, dass Twitter ein wichtiger Kanal in ihrem beruflichen Alltag sein wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Kommunikationsagenturen Grayling und Infopaq. Im Rahmen des European Communication Monitor 2010 wurden 1955 PR-Fachleute aus 46 europäischen Ländern gefragt, für wie wichtig sie bestimmte Kommunikationstools für die Öffentlichkeitsarbeit halten. Für rund 45 Prozent spielen Onlinecommunitys, Onlinevideos (38 Prozent) und Blogs (31 Prozent) eine wichtigere Rolle als Twitter.
Ebenfalls interessant: Die Einschätzung der Befragten zum Thema, welche Kanäle heute und im Jahr 2013 die wichtigsten Rollen spielen. Derzeit liegt der Bereich PR für Printmedien noch auf Platz eins, gefolgt von Onlinekommunikation und persönlichen Gesprächen. In drei Jahren, schätzen die Profis, wird Onlinekommunikation an der Spitze sein, auf Platz zwei PR für Onlinemedien und auf drei Social Media.
Zwar erkennen 70 Prozent der PR-Profis in ihren Unternehmen seit der Wirtschaftskrise einen höheren Stellenwert, der dem Bereich Kommunikation eingeräumt wird, die Ressourcen dafür bleiben aber knapp. Nur gut ein Fünftel wurde mit höheren finanziellen und personellen Mitteln ausgestattet. Auch die Gehälter sollen schrumpfen. Ein falscher Ansatz, schließlich würden sich Kommunikationsaktivitäten, die die Business-Prozesse eines Betriebs unterstützen, positiv auf die Budgets auswirken. Ein reiner Image- und Reputationsaufbau reiche oft nicht mehr aus.