Jedes dritte Unternehmen hat eine Social-Media-Strategie
Bedeutung hoch, Budget gering
02.06.2010 11:45 tga
Nur ein Drittel der deutschen Unternehmen verfügt über eine Social-Media-Strategie. Und sogar nur jede zehnte Firma stellt zusätzliche finanzielle Mittel für die Web2.0-Kommunikation bereit.
Das ergab die Umfrage "Social Media in Unternehmen" der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, an der sich mehr als 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute beteiligten.
Mit 52,2 Prozent gab mehr als die Hälfte der Pressestellenmitarbeiter an, dass ihr Unternehmen an einer Strategie für Social Media zu arbeiten. Jedes zehnte Unternehmen hat noch nicht über dieses Thema nachgedacht, knapp fünf Prozent haben sich dagegen entschieden.
Am aktivsten setzten Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich bei der Kommunikation auf das Web 2.0. Von ihnen haben 38 Prozent bereits eine Social-Media-Strategie. Das Schlusslicht bilden Verwaltungen und Verbänden: weniger als ein Viertel von ihnen engagiert sich strategisch bei Twitter, Facebook & Co. (23,6 Prozent).
Nur wenige Mitarbeiter dürfen sich äußern
Die Bedeutung von Netzwerken bezeichnet deutlich mehr die Hälfte der Befragten als "sehr wichtig" oder "eher wichtig". Kommuniziert wird via Social Media in den Abteilungen Pressestelle (57,1 Prozent), Marketing (51,4 Prozent) und Vertrieb (18,3 Prozent).
Der Personenkreis, der in den Unternehmen zur Kommunikation via Social Media berechtigt ist, ist eher klein. Meistens dürfen sich lediglich zwei bis fünf Mitarbeiter offiziell im Namen des Unternehmens in Netzwerken äußern (55,6 Prozent). Nur jede zwanzigste Firma stellt ihren Mitarbeitern einen kompletten Freifahrtschein in sozialen Netzwerken aus (6,1 Prozent).
Die Kommunikation im Web 2.0 wird bei den meisten deutschen Unternehmen als kostengünstiger Zusatzkanal angesehen, um mit Kunden und potentiellen Interessenten in Kontakt zu treten. Nur gut jede zehnte Presseabteilung kann sich in diesem Jahr über ein Budget für Social-Media-Kommunikation freuen (12,7 Prozent).
Tobias Schweizer am 15.07.2010
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Dominikus Biermann am 08.06.2010
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netz-mensch am 02.06.2010
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