Home / Nachrichten / Medien / Zahlen & Studien /

Bitkom sieht Social Media als Wertschöpfungsfaktor

Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Bitkom sieht Social Media als Wertschöpfungsfaktor

So nutzen Unternehmen soziale Medien

Bitkom sieht Social Media als Wertschöpfungsfaktor (Foto: Gerd Altmann/pixelio.de)

Knapp die Hälfte der Unternehmen in Deutschland setzt Social Media ein. Weitere 15 Prozent haben laut einer für die Gesamtwirtschaft repräsentativen Studie des Bitkom bereits konkrete Pläne, mit der Nutzung sozialer Medien in Kürze zu beginnen.

Ziel beim Einsatz von Social Media ist für die meisten Unternehmen (82 Prozent) die Steigerung des Bekanntheitsgrades. Aber auch die Gewinnung neuer Kunden und die Pflege von Kundenbeziehungen stehen mit 72 und 68 Prozent hoch im Kurs. Zur Verbesserung des Images müssen soziale Medien ebenfalls herhalten, 42 Prozent der Befragten nutzen Social Media-Aktivitäten mit diesem Ziel. Neue Mitarbeiter wollen dort 23 Prozent gewinnen, 15 Prozent der Unternehmen die Produktentwicklung vorantreiben.

 
 

"Soziale Medien sind in vielen Unternehmen fester Bestandteil der internen und externen Kommunikation geworden", sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Für den Social-Media-Einsatz werden zunehmend feste Strukturen mit spezialisierten Mitarbeitern und eigenen Budgets geschaffen."

Große machen’s anders als Kleine

Bei der Studie zeigten sich zudem große Unterschiede zwischen größeren und kleineren Unternehmen hinsichtlich der organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz sozialer Medien. 86 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigen haben eigene Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social Media-Aktivitäten zuständig sind. Dies trifft jedoch nur auf 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen zu. Social Media Guidelines, also Richtlinien für die berufliche Nutzung sozialer Medien durch Mitarbeiter, haben 63 Prozent der größeren Unternehmen, aber nur 19 Prozent der kleineren. Auch beim Social Media Monitoring haben die Großen die Nase vorn - 48 Prozent der größeren Firmen betreiben ein Monitoring ihrer Aktivitäten in sozialen Netzwerken, bei den kleineren sind es nur zehn Prozent.

Warum eigentlich nicht?

Von den Unternehmen, die sich vom Social Web fernhalten - immerhin mit 38 Prozent mehr als ein Drittel der Firmen in Deutschland - gaben 62 Prozent an, dass sie über Social Media ihre Zielgruppen nicht erreichen würden. "Dieser Grund erscheint angesichts der weiten Verbreitung sozialer Medien nicht mehr nachvollziehbar", meint Kempf.

45 Prozent meiden soziale Netzwerke, weil sie Bedenken bezüglich des Datenschutzes haben, ein Viertel hält den personellen Aufwand für zu groß und bei 14 Prozent sind finanzielle Gründe hinderlich. Kempf warnt jedoch vor dem Verzicht auf den Einsatz sozialer Medien: "Diskussionen über Marken und Produkte von Unternehmen finden im Social Web ohnehin statt. Wer sich den sozialen Medien verschließt, verzichtet bewusst darauf, Einfluss zu nehmen."

Social Media als Wertschöpfungsfaktor

Aus Sicht des Bitkom zeichnet sich mit der weiteren Verbreitung von Social Media ein Kulturwandel hin zu offeneren Kommunikationsstrukturen ab. Zudem werden soziale Medien zu einem Wertschöpfungsfaktor - z. B. indem Kontakte in sozialen Netzwerken Teil des täglichen Kundenservices werden oder Projekte über die Grenzen von Abteilungen oder Standorten hinweg effizienter realisiert werden können - was jedoch noch nicht alle Unternehmen erkannt hätten, so Kempf

Die Bitkom-Studie "Social Media in deutschen Unternehmen" kann hier heruntergeladen werden. Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsunternehmen techconsult 732 repräsentativ ausgewählte Unternehmen.


Anzeige




Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

TOP-THEMEN

Valtech

Einfache Menüs bauen

Wo liegen die Vorteile von Responsive Design? Das erläutert Richard Gabler von der Agentur Valtech. mehr

Conversion-Optimierung

Wie können psychologische Mechanismen bei der Shop-Gestaltung eingesetzt werden? Einige Beispiele. mehr
Fotolia.com/CURAphotography

Fashion Victims

Eine Zalando-Studie zeigt: Auch die Herren der Schöpfung können echte Fashion-Victims sein. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Für stolze 1,1 Milliarden US-Dollar hat Yahoo die Blogging-Plattform Tumblr übernommen. Damit will der Konzern auch für junge Nutzergruppen wieder attraktiv werden. Kann diese Strategie aufgehen?

Wird Yahoo durch den Kauf von Tumblr wieder interessanter für jüngere Zielgruppen?

Top 10 Artikel

Ausgabe 10 2013

Internet World Business

Ausgabe 10/2013

HbbTV: Top oder Flop?

Sevenone Media hat die Nutzer des interaktiven Fernsehens direkt auf dem Screen befragt weiterlesen
Fotolia.de/joreks

Tipps für Big-Data-Projekte

Unternehmen, die Big-Data-Projekte realisieren wollen, müssen dabei einiges berücksichtigen. mehr
Fotolia.com/momius

Was ist was in der Wolke?

Public Cloud, Private Cloud, Hybrid Cloud: Thomas Wittbecker erklärt, was dahinter steckt. mehr
Fotolia.de/Adam Radosavljevic

Facebook ist mobil - und Sie?

Jasper Krog und Christian Rottmann erklären, was einen guten mobilen Facebook-Auftritt ausmacht. mehr