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Neue Namenspolitik bei Google+

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Neue Namenspolitik bei Google+

Spitznamen erlaubt

Google+ erlaubt Pseudonyme

Google lockert seine Einstellung zu Klarnamen - ein bisschen: Wer mit seinem Spitznamen im sozialen Netzwerk Google+auftauchen möchte, kann nun einen Namen seiner Wahl eingeben.

Ab kommender Woche können Google+-Mitglieder ihre Namensanzeige ändern, indem sie auf ihr Profil surfen, ihren Namen anwählen und auf "weitere Optionen" klicken. Der dann eingegebene Name erscheint im Profil und auf den Anzeigen, die beim Bewegen des Mauszeigers über den Namen aufblenden. Der gewählte Name erscheine dann zusätzlich zum echten Namen des Nutzers, teilt Google-Mitarbeiter Bradley Horowitz in einem öffentlichen Statusupdate auf Google+ mit.

Zudem sollen Marken geschützt werden. "Wir kennzeichnen bei Google+ Namen, die nicht Individuen repräsentieren, sondern zum Beispiel Unternehmen oder abstrakte Ideen, die über ein Firmenprofil vertreten sein sollten", so Horowitz. "Manchmal machen wir dabei Fehler, und deswegen fangen wir heute damit an, unsere Strategien und Prozesse dahingehend zu ändern und die Unterstützung für altbekannte Pseudonym von Trenchcoat bis Madonna auszuweiten."

User mit Namen, die von Google+ dementsprechend falsch gekennzeichnet werden, können dennoch den Namen ihrer Wahl auf ihr Profil bekommen, wenn Sie Google+ quasi Beweismaterial vorlegen, das eine Nutzung des Namens rechtfertigt - zum Beispiel Erwähnungen in Print- und Nachrichtenmedien oder offizielle Dokumente wie Führerscheine, sowie Bestätigungen einer etablierten Onlineidentität mit bedeutsamer Anhängerschaft.

Google+ wird von Nutzern heftig für sein Festhalten an den Klarnamen kritisiert. Laut eigener Aussage erhielt Google+ lediglich von 0,1 Prozent der Nutzer Beschwerdeanfragen hinsichtlich der Namensregelung. Knapp zwei Drittel (60 Prozent) dieser Nutzer wollten einen Spitznamen im Netzwerk hinzufügen. Rund 20 Prozent waren tatsächlich Unternehmen, die versehentlich ein Profil statt einer Page aufgesetzt hatten. Die restlichen 20 Prozent würden lieber unter einem Pseudonym im Netzwerk aktiv sein.


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