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Myspace schließt deutsche Niederlassung

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Myspace schließt deutsche Niederlassung

Mit der Hälfte zum Gewinn

Myspace schließt deutsche Niederlassung

Update Rupert Murdoch macht Ernst mit seinen Sparmaßnahmen: Myspace, ein Tochterunternehmen von News Corp, schließt zahlreiche Niederlassungen weltweit. Auch die deutsche Tochter Fox Interactive Media Germany wird Ende Februar 2011 dichtgemacht. Insgesamt verlieren rund 500 Mitarbeiter weltweit ihre Jobs.

Ebenfalls von Schließungen betroffen sind die Niederlassungen in Großbritannien und Australien. In allen drei Ländern will Myspace aber nach Wegen suchen, um auch weiterhin Inhalte und Anzeigenverkäufe zu betreuen. Für Großbritannien konnte das Unternehmen dazu schon eine Allianz mit Fox Networks schließen. Für Deutschland und Australien werden derzeit noch Kooperationen geschmiedet. Gerüchte über die Sparmaßnahmen kursierten bereits vor einer Woche.

Myspace-Chef Mike Jones erklärte, dass sich das neue MySpace von Strukturen aus der Vergangenheit trennen müsse, um den Weg zu Wachstum und Gewinn freizumachen. Weltweit werden 47 Prozent der Belegschaft entlassen, das entspricht rund 500 Mitarbeitern.

Joel Berger, der Myspace Deutschland leitete, bedauert die Entscheidung der Muttergesellschaft. "Das deutsche Myspace-Team kann auf vier erfolgreiche Jahre zurückblicken und stolz sein darauf, mit Myspace den Weg für Social Media in Deutschland geebnet zu haben." Das Netzwerk soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin auf Deutsch verfügbar sein.

Den 30 Mitarbeitern der Büros in Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Köln wurde gekündigt. Sie waren auch für die Geschäfte in Österreich und der Schweiz zuständig, die ebenfalls aufgegeben werden. Bestehende Aufträge und alle laufenden Kampagnen werden noch erfüllt und ausgeliefert. Auf Bergers persönlicher Seite prangt in großen Buchstaben "Game Over".

Die neuen Sparmaßnahmen bereiten den Boden für einen schon länger geplanten Verkauf von Myspace. Der bisherige Besitzer News Corp. will das Netzwerk loswerden. Verlustreich dürfte der Verkauf auf jeden Fall werden. Rupert Murdoch hatte 2005 satte 580 Millionen US-Dollar für das Netzwerk hingeblättert. Die dürfte er auch nach den aktuellen Restrukturierungen nicht erreichen.

Das Netzwerk hatte sich mit dem großen Relaunch von Myspace Ende Oktober 2010 aus dem Social-Media-Wettkampf mit Facebook zurückgezogen und will sich nun als Entertainmentportal etablieren. Ganz ohne Facebook geht das jedoch nicht, deshalb arbeiten beide Netzwerke zusammen: Myspace-Nutzer können ihre Status-Updates mit denen auf ihren Facebook-Seiten synchronisieren. Auch umgekehrt ist ein Abgleich möglich. So können Facebook-Nutzer, die bisher noch nicht auf Myspace aktiv waren, sich nun auch mit ihrem Facebook-Account bei Myspace anmelden.

In den vergangenen Monaten hatte das Netzwerk gegenüber Facebook stetig an Boden verloren - und in Großbritannien zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die Hälfte seiner User. Auch in Deutschland ging laut IVW die Zahl der Besucher in den vergangenen Monaten kontinuierlich zurück.

 
 

So entwickelte sich die Reichweite von Myspace zuletzt

 Diese Reichweitenverluste minimieren die Chance auf lukrative Werbekunden, so dass die wichtigen Werbegelder ausbleiben. Bereits vor gut einem halben Jahr wich der inzwischen alleinige Präsident von Myspace Mike Jones in einem Interview mit internetworld.de konkreten Fragen nach Umsätzen aus, denn Gewinn und Verlust seien nicht die größten Probleme des Netzwerks.

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