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Interesse an Microsofts Atlas

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Interesse an Microsofts Atlas

Bericht: Facebook will Adserver-Anbieter kaufen

iStock.com / Pavlen (Foto: iStock.com / peepo)

Noch in dieser Woche könnte Facebook den Adserver-Anbieter Atlas von Microsoft übernehmen, berichtet das US-Fachblatt "Adage". Damit könnte das Social-Network Online-Werbung auch außerhalb des eigenen Netzwerks ausspielen und mithilfe seiner riesigen Datensammlung deren Erfolg genau messen.

Wie das US-Fachblatt "Adage" berichtet, will Facebook offenbar den Werbedienstleister Atlas übernehmen. Das Magazin beruft sich auf Insiderinformationen und schreibt, der Deal soll noch im Laufe dieser Woche abgeschlossen werden. Die Übernahme könnte es Facebook ermöglichen, Werbung auch außerhalb der eigenen Website auszuspielen. Über entsprechende Pläne wurde in der Vergangenheit öfter spekuliert.

Bei Atlas handelt es sich um einen Adserver-Anbieter, den Microsoft 2007 zusammen mit der Werbeholding Aquantive für 6,3 Milliarden US-Dollar übernommen hat, um Google in der Online-Werbung Paroli bieten zu können. Im Verbund mit einem solchen Dienstleister könnte es Facebook seinen Werbekunden erlauben, auch Anzeigen außerhalb des eigenen Netzwerks genau zu tracken und dazu die Daten des Netzwerks zu verwenden. Bislang mussten Werbekunden dazu Software von Drittanbietern mittels Schnittstellen anbinden. Mit seiner großen Datensammlung und enormen Reichweite könnte sich Facebook so zu einem ernstzunehmenden Google-Rivalen entwickeln.

Microsoft hat Atlas im Jahr 2007 im Rahmen der 6,3 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme des Werbenetzwerkes Aquantive erworben, um Google im Online-Werbemarkt Paroli bieten zu können. Der Versuch gilt inzwischen als gescheitert, Microsoft musste im Juli vergangenen Jahres fast den gesamten Übernahmewert als Verlust abschreiben. Schon seit geraumer Zeit versucht der Software-Gigant daher, die Unternehmensteile loszuschlagen.Was sich Facebook eine Atlas-Übernahme kosten lassen will, bleibt unbekannt. Dem Bericht zufolge belaufen sich die Schätzungen aber auf rund 100 Millionen US-Dollar.


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