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Wie Unternehmen einen guten Ruf in Social Media aufbauen

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Wie Unternehmen einen guten Ruf in Social Media aufbauen

Nicht auf den Krisenfall beschränken

Wie Unternehmen einen guten Ruf in Social Media aufbauen (Foto: istock/timsa)

Die Bedeutung des Social Webs für den Ruf ist von den meisten Unternehmen im deutschsprachigen Raum längst erkannt worden. Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Kommunikation zeigt die Agentur virtual identity in ihrem Leitfaden "Social Media - eine Bedrohung für die Reputation von Unternehmen?" auf.

Eine Dachstrategie entwerfen, aber situativ agieren

Eine übergreifende Strategie für die Unternehmenskommunikation zu entwerfen ist wichtig, aber die Eigendynamik des Netzes erfordert an die jeweilige Situation angepasste Reaktionen. Ob und wie ein Unternehmen aktiv in eine Diskussion eingreifen sollte, hängt vom Thema, dem Kommunikationsverlauf und dem Medium ab.

Eine Dachstrategie muss die Kommunikationsziele und Grundsätze abstecken. Für einzelne Medien oder Aktivitäten können dann nach Bedarf spezielle Teilstrategien entwickelt werden, die den strategischen Überbau berücksichtigen.

Unternehmenskommunikation muss als Ganzes gesehen werden. Auch wenn sich Medien in ihren Funktionsweisen und Eigenschaften unterscheiden, muss Kommunikation vernetzt gedacht werden. Das klingt wie eine Selbstverständlichkeit, aber der Status Quo in den Unternehmen zeigt, dass die verschiedenen Abteilungen der Unternehmenskommunikation unzureichend miteinander verknüpft sind.

Sich auf die Individualisierung der Kommunikation einlassen

Wie allgemein eine Ausdifferenzierung von Lebensstilen und Werten zu beobachten ist, individualisieren sich auch Kommunikations- und Interaktionsgewohnheiten. Nur wenn sich Unternehmen eingehend mit dieser Entwicklung beschäftigen und versuchen zu verstehen, wie die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Stakeholder aussehen, können sie im Social Web erfolgreich in den Dialog treten. Auf die breite Öffentlichkeit angelegte Einwegkommunikation, beispielsweise in Form von Werbung, verliert an Bedeutung. Neue Ideen und Inhalte sind gefragt, welche die (verschiedenen) Stakeholder wirklich interessieren.

Sich intern umkrempeln

Einfach einen Mitarbeiter einstellen, der für Social Media zuständig ist, und ein bisschen Geld in Kampagnen investieren, reicht nicht aus, um einen langfristigen Dialog mit den Stakeholdern zu etablieren. Interne Veränderungen und Brüche mit traditionellen Kommunikationsmitteln sind erforderlich.

Social Media sind nicht einfach weitere Kommunikationskanäle, mit denen bestimmte Zielgruppen erreicht werden. Dialoge im Social Web fordern langfristiges, vernetztes Denken von Unternehmen. Alte Prozesse sowie Kommunikationsmuster müssen losgelassen werden. Ohne eine offene und transparente Kommunikationspolitik haben es Unternehmen im Social Web schwer.

Mitarbeiter unterstützen, nicht kontrollieren

Mitarbeiter brauchen Rüstzeug, um sicher im Social Web agieren zu können. Eine Liste mit Do’s and Dont’s ist nicht ausreichend und schreckt Mitarbeiter eher ab in Social Media aktiv zu werden, anstatt sie dazu zu ermuntern. Personen, die gerne in ihrer Rolle als Mitarbeiter im Social Web kommunizieren möchten, müssen gezielt durch Trainings unterstützt werden. Anhand konkreter Beispiele sollten mögliche Reaktionen aufgezeigt werden, ohne den Mitarbeitern Verbote aufzuerlegen. Vertrauen ist die Basis, damit Mitarbeiter gerne im Social Web kommunizieren.

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Kommentare

vondereltz.NET am 19.08.2010

sozialen Ruf per Mitarbeiter in social Media aufbauen?

Diese Theorie wird von den Facebook Machern und einige social Media Junkies vertreten ohne zu bedenken, was das für ein renomiertes Unternehmen für Folgen haben kann.

Wenn überhaupt nötig, dann sollte das einigen wenigen Personen aus dem Marketing vorbehalten bleiben.

1.) Mitarbeiter vergammeln Arbeitszeit in externen Netzwerken
2.) Interne Unzufriedenheiten und Probleme werden nach außen getragen
3.) aktive Mitarbeiter signalisieren nicht selten Abwerbungsbereitschaft
4.) Für was gibt es denn eine Marketing & PR Abteilung, wenn danach jeder - Minischulung hin oder her - den Unternehmensruf mitgestalten soll?

Aus unserer Sicht sind Unternehmen gut beraten, wenn sie die Durchwahl in externe Netzwerke während der Arbeitszeit unterbinden und dafür intern ein funktionierendes social Intranet aufbauen. Dann lernen sich die Mitarbeiter wenigstens gegenseitig kennen, die Kommunikation untereinander wird verbessert, Abläufe werden transparenter und Ein- und Ausarbeitungsphasen werden kürzer.

Wer glaubt externe Netzwerke für interne Belange nutzen zu können wird schnell so gläsern, wie man sich nur vorstellen kann.

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