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Teil 2: Alternativen zu Apples App Store

Mehr Umsätze im Internet zu erwirtschaften, muss das erklärte Ziel von Zeitungen und Zeitschriften werden, erklärte Springer-Chef Mathias Döpfner auf der CeBIT. Kurzfristig sei es kein großes Geschäft. Es gehe vielmehr darum, die Mediennutzungsgewohnheiten zu verändern. Damit könnte das Internet eines Tages auch für Verlage zum Kerngeschäft werden. Dabei wäre die Telekom gerne als Partner behilflich. Der Telekom-Chef René Obermann sagte, dass sein Unternehmen als Distributionsplattform für die Verlage tätig werden könnte.

Die Angst vor einem Monopol von Apple bei den App Stores ist bei den beteiligten Unternehmen groß. Vor allem will man nicht ähnlich schlechte Erfahrungen machen wie die Musikindustrie. Stattdessen versuchen sowohl die Mobilfunkprovider als auch die Verlage eigene Modelle zu entwickeln. So schlossen sich auf dem Mobile World Congress in Barcelona 24 Mobilfunkanbieter zusammen, um einen eigenen App-Marktplatz zu entwerfen, auf dem mobile Anwendungen für alle Plattformen außer Apple angeboten werden sollen.

Apple wird nicht nur für seine rigide Vermarktungspolitik kritisiert. Der Konzern bestimmt auch, welche Apps in seinem Store angeboten werden können und dafür stellt er eigene Kriterien auf. Zuletzt sollten alle Angebote gelöscht werden, die sich um Sex oder Erotik drehen. Nicht einmal Bikinifotos seien mehr erlaubt. Daraufhin ging man bei Axel Springer auf die Barrikaden, denn man fürchtete, dass möglicherweise auch die Bild-App für das iPhone von der Zensur betroffen sei. Aufgrund des "Bild-Girls zum Schütteln" könnte die Anwendung möglicherweise aus dem Store verschwinden.

Eine Alternative zu Apple will auch Bertelsmann mit seinem Onlinekiosk entwickeln und wirbt dafür kräftig bei den Verlagen. Ziel sei es, bis Weihnachten zusammen mit möglichst vielen Verlagen eine Shoppingplattform für Bücher und andere Presseerzeugnisse aus dem Boden zu stampfen.

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Kommentare

Nicole Haase am 09.03.2010

Erfolgversprechender Ansatz

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