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Comeback eines Internet-Pioniers

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Comeback eines Internet-Pioniers

AOL wächst wieder kräftig

 
(Foto: iStock/sodafish)

Der Comeback-Versuch des einst größten Internet-Anbieters macht Fortschritte: Wie die Financial Times Deutschland berichtet, konnte AOL seinen Werbeumsatz im dritten Quartal um sieben Prozent auf 340 Millionen US-Dollar ausweiten. Das ist das größte Plus seit sieben Jahren – und ein Zeichen dafür, dass die Neupositionierung des Unternehmens auf dem richtigen Weg ist.

Aufstieg und Fall eines Giganten: Seit einigen Jahren versucht AOL, sich im Internet neu zu positionieren – nennenswerter Erfolg blieb jedoch lange aus, nicht zuletzt aufgrund übermächtiger Konkurrenten wie Google und Facebook. Doch nun scheint der Comeback-Versuch erste wirkliche Früchte zu tragen.

Der Konzern konnte ein Plus beim Werbe-Umsatz von sieben Prozent auf 340 Millionen Dollar verzeichnen. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, sei dies der stärkste Zuwachs seit sieben Jahren. Insgesamt stagnierten die Einnahmen bei rund 532 Millionen Dollar. Der Nettogewinn lag bei rund 20 Millionen Dollar. Die Zahlen geben aber durchaus Anlass zur Hoffnung, erklärte Branchenexperte Andre Sequin von RBC Capital Markets gegenüber der FTD: "Die Zahlen sehen großartig aus, das Unternehmen geht weiter in die richtige Richtung".

AOL wurde in den frühen Internet-Tagen im Online-Zugangsgeschäft groß, auf dem Höhepunkt des Erfolgs in den 2000ern war das Unternehmen mit über 30 Millionen Kunden weltweit der größte Internet-Anbieter. Mit der flächendeckenden Einführung von DSL-Anschlüssen stiegen die Telekommunikationskonzerne und Kabelanbieter jedoch selbst in dieses Geschäft ein und AOL begann sich auf Werbung im Umfeld von Medieninhalten zu verlegen. Um mit Google und Facebook, bei denen Werbekunden viel häufiger Online-Anzeigen schalten, mithalten zu können, startete das Unternehmen 2011 zusammen mit Yahoo und Microsoft eine Werbeallianz.

Im Februar 2011 kaufte AOL "The Huffington Post" und führte alle journalistischen Sparten des Unternehmens unter dem neuen Dach AOL Huffington Post Media Group zusammen. Auch die Technologieblogs "Engadget" und "TechCrunch" gehören zu AOL.


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