Burda will Google zur Kasse bitten
30.06.2009 11:09 tga
Hubert Burda
Nachdem die User nicht für journalistische Inhalte im Netz zahlen wollen, sollen es jetzt die Suchmaschinen tun. Das hat Hubert Burda in einem Gastbeitrag für die Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gefordert.
Der Verleger will nicht länger hinnehmen, dass Suchmaschinen mit Verlagscontent Geld verdienen, ohne die Produzenten daran zu beteiligen: "Wer die Leistung anderer kommerziell nutzt, muss dafür bezahlen", schreibt Burda, "sonst sehen wir der schleichenden Enteignung der Inhalte-Produzenten tatenlos zu." Da Google und andere Suchmaschinen heute eine Gatekeeper-Funktion innehaben, sei es nötig, "nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien gefunden zu werden" und an den Erlösen der Suchmaschinen "fair und zu überprüfbaren Konditionen zu partizipieren". Dabei sei auch die Unterstützung des Gesetzgebers gefragt.
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Michael Petrikowski am 22.07.2009
Burda muss an Duden zahlen
Da in den Burda-Medien immer wieder Worte benutzt werden, die auch im Duden zu finden sind, sollte auch Burda eine Nutzungsgebühr an den Duden bezahlen.
Martin Schneider am 17.07.2009
Dummheit schützt vor Alter nicht
Kommentar #1:
http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Bundesregierung-schaltet-sich-in-Urheberrechtsstreit-ein
richtigsteller am 07.07.2009
Herr Burde wir sprechen mittlerweile vom Internet ...
man möge es dem alten Mann verzeihen. Mit den neuen Medien scheint der Wohl nicht so vertraut zu sein.
Andreas am 06.07.2009
Die perfekte Lösung: No Index
Herr Burda kann seine Portale ja auch einfach von der Indizierung ausnehmen. Dann verdient die Suchmachine auch nicht mehr an deren geistigen Eigentum. Frage ist nur ob Herr Burda dann mit seinen Potalen noch Gled verdienz!
RoDo am 01.07.2009
@Harry
> denn jeder User braucht nur die URL der Burda-Websites eintippen und schon ist
> er auf den Seiten! Ohne vorher Google besucht zu haben.
Na wenn es so einfach wäre, dann bräuchten wir ja Google nicht.
> Werden die dann auch von Google bezahlt? Und wer entscheidet, wie viel man bekommt?
> Was für eine blödsinnige Diskussion.
So blödsinnig finde ich die Idee von Dir gar nicht. Bei jeder CD-Rohling, jedem Kopierer, jedem USB-Stick fallen Urheberrechtsgebühren an, denkbar wäre so was ja auch im Internet für "guten" Content. Stell Dir vor es gäbe nur noch das Internet, kein Print, kein TV, keine anderen Medien mehr. Wer soll dann Deiner Meinung nach die Journalisten und Redakteure für die Inhalte und die Recherchen bezahlen? Wäre Dir lieber, dass sich Google die Wahrheiten selbst schreiben lässt, oder sollen die Konzerne das selbst machen, die nebenher noch bei Google Geld für die Adwords abdrücken, damit das "richtige" Suchergebnis bei Dir ganz oben kommt?
Mit dem Internet-Wahn "es gibt doch alles gratis" schaufeln wir unser eigenes Grab, aber wen juckts, Menschen handeln am liebsten kurzsichtig, und so funktioniert google prima und die User denken die Suchergebnisse wären ehrlich ausgewertet.
Chris Marsch am 30.06.2009
na, da bin ich aber mal gespannt, ob Herr Burda...
... von dem neuesten Burda Projekt "www.fitter.de" schon was gehört hat - quasi ein "Gesundheits-Google"
Big O am 30.06.2009
Burda will Google zur Kasse bitten
Wow, so viele Google Fans habe ich ja schon lange nicht mehr auf einem Haufen gesehen! ;-)
Hat eigentlich mal einer gefragt auf welche Inhalte sich Herr Burda da bezieht. Das geht aus der Meldung nicht hervor. Wäre ja mal interessant!
Harry am 30.06.2009
Geistige Arbeit?
@Rodo: Ich weiß nicht, wo jetzt die "geistige Arbeit" ist, die Google bezahlen soll. Man kann zu Google stehen wie man will, aber Google sorgt doch dafür, dass Nutzer zu Burda kommen. Woraus wird der Anspruch der Bezahlung an Burda abgeleitet? Aus der "Gatekeeper" Position etwa? Die Gatekeeper Position ist gar keine, denn jeder User braucht nur die URL der Burda-Websites eintippen und schon ist er auf den Seiten! Ohne vorher Google besucht zu haben. Nur weil Google sehr erfolgreich ist, kommt irgendeiner daher und will einfach so etwas vom Kuchen abhaben. Das Werbeflächen-Beispiel stimmt hinten und vorne nicht. Und was ist eigentlich mit allen anderen Websites? Werden die dann auch von Google bezahlt? Und wer entscheidet, wie viel man bekommt? Was für eine blödsinnige Diskussion.
RoDo am 30.06.2009
Geistige Arbeit
Google verdient ein Schweinegeld mit der Werbung, und natürlich unter Ausnutzung der Inhalte, für die sie nichts bezahlen.
Wie fänden Sie eine teuer vermietete Werbewand, die jemand in Ihrem Grundstück aufstellt, an Ihr Auto oder hinten auf Ihren Rücken klebt? Der Werbung auf Ihrem Briefpapier macht, ohne dafür zu bezahlen?
Sinnvollen und guten Inhalt zu Produzieren kostet Geld und Mühe, schade, dass das so wenig von Ihnen geschätzt wird. Ohne Bezahlung wird die Qualität weiter abnehmen, aber das System wird funktionieren, solange es genug Idealisten und Trottel gibt.
Wäre google keine gewinnmaximierende Firma, dann wäre es vielleicht anders. So sehe ich sie als macht- und profitgierige Ausnutzer in jeder Richtung, die auch noch subtilst User ausforschen und manipulieren.
Detlef Plüming am 30.06.2009
Burda bittet Google zur Kasse
Mich wundert es doch immer wieder ........Erst schreit man nach Pressefreiheit,wehrt sich bärenstark informationen preiszugeben,aber wenns ums liebe Geld geht dann schreit man lauthals nach dem Staat soll er sich bitte drum kümmern.ES reicht,Das Internet muss FREI und SERIÖS bleiben.Ergo kein Geld für Herrn Burda
Harry am 30.06.2009
Burda will Google zur Kasse bitten
Und der Falk Verlag sollte endlich auch Geld an die Standl-Besitzer am Münchener Viktualien-Markt zahlen, schließlich ist der Viktualienmarkt auch im Falkplan verzeichnet.
Was für eine absurde Idee!
Mike am 30.06.2009
Klar... ich will auch Kohle von Google !
fein ausgedacht... am besten Google entfernt mal alle Burda-Sites aus dem Index, mal schauen wer länger durchhält ;-)
hojo am 30.06.2009
Burda will Geld von Suchmaschinen
...und im Gegenzug bekommt Google dann von Burda Geld für jeden vermittelten Nutzer - da dürften Mr. Burda aber die Augen überlaufen...