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Bundesregierung schaltet sich in Urheberrechtsstreit ein

Bundesregierung schaltet sich in Urheberrechtsstreit ein (Foto: Fotolia.de/Dan Race)

Update Die deutsche Bundesregierung interveniert jetzt bei der Einigung um den Urheberrechtsstreit zwischen Google und Verlegern und Autoren, deren Schriften von Google ohne Genehmigung digital veröffentlicht worden sind.

Eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums bestätigte laut FAZ.net, das deutsche Generalkonsulat in New York habe eine Anwaltskanzlei beauftragt, einen Einspruchsbrief aufzusetzen und diesen beim zuständigen Gericht in New York einzureichen. Die Einspruchsfrist endet am 4. September 2009. Damit schaltet sich die Bundesregierung in die Kontroverse über die Zukunft des Urheberrechts im Internet ein. Google weist die Vorwürfe der Verlagshäuser zurück.

Die deutschen Verlage sind noch in einer weiteren Angelegenheit auf Konfrontationskurs mit dem Suchmaschinenanbieter: Über 160 Verleger hatten Anfang Juli in ihrer "Hamburger Erklärung" die Suchmaschinen aufgefordert, zukünftig für die Darstellung von Verlagscontent zu bezahlen. Initiator Hubert Burda hatte dabei auch an die Regierung appelliert, den Schutz des Urheberrechts im Internet zu unterstützen.


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Kommentare

Metainformer am 18.07.2009

Paid Content - ein weites Feld

Zur Zeit wird vielerorts über (paid) Content berichtet und diskutiert. Nicht selten steht dabei die Tages- und Wochenpresse und ihr Verhältnis zu Suchmaschinen- namentlich zu Google - im Mittelpunkt. Doch die Debatte ist erstens schon älter und zweites weitreichender. Auch "Wirtschaftsinformation" gibt es mit der kostenlosen Verfügbarmachung von Handelsregisterdaten seit Anfang 2007 kostenlos. Ein kleines Blog, das sich mit diesem Themenfeld beschäftigt, ist www.metainformer.de

Martin Schneider am 17.07.2009

@Internet World

Liebe Internet World, aufgrund Ihrer schlampigen Recherche bzw. verwirrenden Darstellung bezieht sich mein Kommentar natürlich nurmehr auf die initiative von Burda und den 160 Unterzeichnern. Die Aussagen behalten jedoch ihre Gültigkeit. Ich würde mir von Ihren Redakteuren ohnehin erheblich mehr Sorgfalt wünschen.

Redaktion am 17.07.2009

@Jojo

Guter Punkt - wir haben das in der aktuellen Version klar gestellt! Danke

Jojo am 17.07.2009

Irritierend

Ich bin jetzt ein bisschen irritiert in was die Bundesregierung sich da einschalten will. Hier scheint es sich um 2 grundlegend verschiedene Themen zu handeln. Der Einspruchsbrief scheint wohl Google Books zu betreffen. Hat mit der "Hamburger Erklärung" rein gar nichts zu tun.

YinYang am 17.07.2009

Was ist mit Twitter und Co

Soll dann Twitter, Friendfeed und Co. auch oder sogar am Ende der User zahlen?

Norman Leutner am 17.07.2009

Technische Lösung

Aus technischer Sicht ist das Problem wohl einfach zu lösen.

Wenn jemand nicht möchte, das seine Inhalte im Suchmaschinenindex auftauchen, ist es vollkommen ausreichend das über die robots.txt zu sperren.

Nachtteil: weniger Besucher auf den Verlagsseiten.

Peter Meyer am 17.07.2009

sehr guter Kommentar

Sehr guter Kommentar.

Martin Schneider am 17.07.2009

Jetzt wird es absurd

Jahrzehntelang verdienten sich die Groß- und Regionalverlage als Quasi-Monopolisten im Anzeigengeschäft dumm und dämlich. 30 bis 40% Umsatzrendite waren völlig normal. Mangels Alternativen und Konkurrenz musste man die eigenen Geschäftsmodelle nie hinterfragen, Innovation: Fehlanzeige!

Plötzlich kam vor Jahren mit Google und Co. Konkurrenz um die Ecke. Und siehe da: sogar mit neuen und innovativen Ideen und Ansätzen. Das Leben wurde für die Verlage ungemütlicher. Und es dürfte keine Überraschung sein: Die Talsohle ist noch lange nicht erreicht. Was aber war und ist die Reaktion der Verlage? Heulen und Zähneklappern. Und als wäre dieses Verhalten noch nicht peinlich genug: Nun rennt man zur Regierung und schreit nach Staatshilfen und Schutz gegen den bösen Wettbewerb.

Das Gebaren der Verlage ist so, als würde ein Hersteller elektrischer Schreibmaschinen verlangen, dass die Hersteller von Computern und Druckern Subventionen abgeben. Nochmal zum Mitschreiben: Liebe Verlage, entweder, ihr entwickelt tragfähige Geschäftsmodelle, oder ihr habt keine Daseinsberechtigung mehr. So einfach ist das.

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