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Bezahlinhalte sind keine Lösung für Verlage

Bezahlinhalte sind keine Lösung für Verlage

Der Traum von Paid Content ist ausgeträumt, sagt Uwe Vorkötter (Foto: news aktuell)

Paid Content ist kein wirksames Instrument, um im Internet Geld zu verdienen. Das ist das Fazit einer Diskussionsveranstaltung von news aktuell in Frankfurt.

"Mit Paid Content Geld zu verdienen, war vor einigen Jahren ein schöner Traum. Jetzt stellen sich einige hin und sagen, wir wollen diesen Traum nochmal träumen. Auch die werden wieder aufwachen und merken, dass es nicht funktioniert", prophezeite Chefredakteur Uwe Vorkötter von der Frankfurter Rundschau beim media coffee der dpa-Tochter gestern Abend im Museum für Kommunikation. Er betonte dagegen, dass große Verlage stärker als bisher auf Synergieeffekte setzen müssen. "Da, wo sich die Identitäten verschiedener Titel nicht berühren, kann man Inhalte austauschen."

 Auch Frank Thomsen, Chefredakteur von stern.de, ist nicht der Meinung, dass Bezahlinhalte eine Möglichkeit sind, die Internetangebote der Verlage in Zukunft profitabel zu machen. "Ich glaube nicht, dass es in Deutschland ein Kartell für Paid Content geben wird. Und wir werden da auch nicht vorpreschen. Das wäre Selbstmord." Thomson apellierte vielmehr an die Branche, mehr Augenmerk auf ihr Kernprodukt zu legen. "Wir dürfen nicht ausschließlich über Geld reden. Nur wenn wir guten Journalismus machen, werden wir überhaupt die Chance haben, gekauft zu werden."

Christoph Amend, Redaktionsleiter des ZEITmagazins kritisierte, die Printtitel seien teilweise selbst verantwortlich dafür, dass sich Konsumenten von ihnen abwenden. "Wenn man in den Tageszeitungen kaum Inhalte findet, die von eigenen Autoren stammen, dann liefern die Blätter selbst die beste Entschuldigung, warum die Leser sie nicht mehr lesen."


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