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Nielsen: Bruttowerbemarkt 2012

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Nielsen: Bruttowerbemarkt 2012

56 Millionen Euro für mobile Werbung

 
(Foto: istockphot.com/mbortolino)

Die Online-Werbung wächst im Vergleich zu den anderen Mediengattungen überproportional stark - das zeigen aktuelle Zahlen des Marktforschers Nielsen in Bezug auf den deutschen Bruttowerbemarkt 2012. Demnach gab es im digitalen Bereich im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 17,3 Prozent.

Der deutsche Bruttowerbemarkt schließt das Jahr 2012 mit einem Bruttowerbedruck in Höhe von 26,2 Milliarden Euro ab, im Vorjahresvergleich eine Verbesserung um 0,9 Prozent. Das zeigen aktuelle Daten von Nielsen, dem globalen Informations- und Medienunternehmen.

Besonders gut erging es dabei dem Online-Werbemarkt 2012, der im Vergleich zum Gesamtbruttowerbemarkt recht stark gewachsen ist. So verzeichnet die Online-Werbung ein zweistelliges Umsatzplus von 17,3 Prozent. Zusätzlich auf dem Vormarsch ist Nielsen zufolge die Werbung auf mobilen Medien, die primär von Smartphones angesteuert wird. Im vergangenen Jahr flossen insgesamt 55,8 Millionen Euro in diesen noch relativ jungen Markt.

"Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones in Deutschland. Zum jetzigen Zeitpunkt ist damit zu rechnen, dass der Markt für mobile Werbung auch 2013 deutlich zulegen wird", so die Prognose von Dirk Reinbothe, Director AIS Germany bei Nielsen. Besonders Unternehmen der Automobil- und Telekommunikationsbranche hätten die neue Werbeplattform genutzt.

Während der Online-Bereich 2012 insgesamt auf 2,89 Milliarden Euro Umsatz anwuchs, stieg Fernsehwerbung um 2,0 Prozent auf 11,34 Milliarden Euro und Radiowerbung um 6,1 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Printmedien fielen dem Online-Siegeszug zum Opfer und mussten einen Rückgang von 5,4 Prozent auf 9,03 Milliarden Euro hinnehmen.

Werbeaktivitäten im E-Commerce

Um fast ein Drittel wurden sowohl der Bruttowerbedruck für Unternehmenswerbung sowie auch die Werbeaktivitäten der E-Commerce-Branche erhöht. "Daraus schließen wir, dass Unternehmen im vergangenen Jahr angesichts des unsicheren Ausgangs der Eurokrise großen Wert auf Imagepflege legten. Interessant dabei ist, dass sie auch Websites mit inhaltlichem Fokus bewarben, das heißt solche, die vor allem Marketing-Aktivitäten und der Unternehmenskommunikation dienen und keine Online-Shops sind", erklärt Reinbothe.

Insgesamt sind 659,7 Millionen Euro in Unternehmenswerbung geflossen. Im Bereich E-Commerce haben mit 759,8 Millionen Euro vor allem Angebote aus dem Bereich Tourismus und Ticketverkauf die Werbetrommel kräftig gerührt, aber auch Mode-, Camping- und Sportartikelanbieter. Einzelne Top-Werber waren hier das Versandhaus Zalando und der Auktionator eBay. Sehr werbestark haben sich auch die Anbieter von Online-Dienstleistungen wie Suchmaschinen, Communities oder Vergleichsportale gezeigt - sie investierten zusammen 954,4 Millionen Euro.

 
 

Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger inklusive der natürlichen Abgänge/Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt.


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