Home / Nachrichten / Marketing / Zahlen & Studien /

Microsoft Advertising untersucht die Nutzer und deren Bildschirme

Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Microsoft Advertising untersucht die Nutzer und deren Bildschirme

Smartphones sind wie Liebhaber

 
Microsoft Advertising untersucht die Nutzer und deren Bildschirme
(Foto: Microsoft Advertising)

Alles, was ein Display hat, ist auch potenziell ein Platz für Werbung. Allerdings, so die These von Microsoft Advertising, müsse sich die Art der Werbung an das Display anpassen. Wie das aussehen könnte, hat der US-Konzern in seiner Studie "Meet the Screens" umrissen.

Dem Smartphone gehöre in vielen Fällen der erste Blick nach dem Aufwachen und der letzte vor dem Schlafengehen. Insofern vergleichen die Studienmacher das Mobiltelefon mit einem Liebhaber. Das Gerät kenne die Leidenschaften, Interessen und Abneigungen seines Besitzers wie auch den konkreten Tagesablauf. Damit sei es das privateste Gerät überhaupt. Deshalb müsse erfolgreiche Werbung dem Rechnung tragen. Mobile Advertising solle demnach nützliche, relevante Informationen bieten und den Nutzer nicht mit allgemeinen Werbebotschaften nerven, die ihn nicht interessieren.

Schon in diesem Jahr erreicht Mobile Advertising weltweit einen Umsatz in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar, bis zum Jahr 2015 sollen die Umsätze sogar auf 20,6 Milliarden US-Dollar ansteigen. Dieser Anstieg erklärt sich zum Teil schon allein durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones. Derzeit sind rund eine Milliarde Smartphones weltweit im Umlauf. In den USA sind inzwischen ein Drittel aller Handys Smartphones.

Tablets verzaubern

Die Tablet-Rechner, allen voran Apples iPad und Samsung Galaxy Tab, sind wahre Alleskönner. Sie haben das Potenzial, Desktop, Laptop, Netbook und Smartphone zumindest teilweise zu ersetzen. Dabei seien die Nutzer erst noch dabei, zu erkunden, was mit den Geräten alles möglich ist, so die Studie. Bis 2015 sollen weltweit mehr als 81 Millionen Stück verkauft werden. Verglichen mit den Smartphones und anderen Rechnern führen sie also noch ein Nischendasein. Die Mehrheit der Tablet-Besitzer beschäftigt sich ersten Studienergebnissen zufolge mehr als zwei Stunden pro Tag mit dem Gerät. Das eröffnet eine Vielzahl an Interaktionsmöglichkeiten mit dem Nutzer. Wie auch bei den Smartphones sollten Werber die Möglichkeiten des Geräts nutzen und die Nutzer verzaubern.

 
 

Allwissender Kasten

Der Computer wird anders als Tablets und Smartphones vielfach noch mit Arbeit identifiziert. Er ist in erster Linie Mittel zum Zweck, liefert Informationen und hilft dem User bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Dabei kommt seine Rolle der des Lehrers nahe, so die Studie. Um diese Inhalte zu erreichen muss der User wie beim Tablet und Smartphone auch selbst aktiv werden. Dafür tritt der Nutzer in eine Art Dialog mit der Maschine. Dem sollten Marketing-Kampagnen Rechnung tragen und entsprechend versuchen, mit den Nutzern in Kontakt zu treten. In den USA haben 83 Prozent aller Bürger einen Rechner, in Westeuropa sind es sogar 89 Prozent. Selbst in Russland verfügen 72 Prozent der User über Zugang zu einem Computer. Gerade in Ländern wie China oder Russland ist die Bindung an den Computer sehr viel stärker als in Westeuropa und den USA. Das, so erklären die Forscher, hänge mit dem staatlich regulierten Fernsehen zusammen. Die Regierungen hätten durch die staatliche Kontrolle das Vertrauen in den Kanal TV zerstört.

Fernsehen unterhält

Während bei den anderen Geräten der Nutzer selbst agieren muss, ist er am Fernsehbildschirm total passiv. Der Fernseher begleitet private Situationen beim Relaxen, während des Essens oder vor dem Einschlafen und unterhält dabei den Nutzer. Der User ist in dieser Situation zwar passiv, aber offen für Nachrichten und Botschaften. Vor allem bei den Nutzern ab 45 Jahren übernimmt das TV-Gerät die Rolle eines guten Freundes. Bei den jüngeren Nutzern scheint diese Beziehung aber nicht mehr so solide zu sein, so die Studie. Es könnte sein, dass sich das Verhältnis sehr bald ändert. Dafür sprächen die Zuwächse bei der Smartphone- und iPad-Nutzung. Immerhin werden weltweit mit TV-Werbung 189 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Für die Untersuchung wurden je 300 Menschen aus fünf Ländern (USA, Großbritannien, Russland, China und Saudi Arabien) im Alter zwischen 18 und 64 Jahren befragt. Die Ergebnisse der Studie stellt Microsoft Advertising auf seiner Seite bereit.


Anzeige



Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

TOP-THEMEN

Button-Lösung kommt: Das müssen Sie wissen

Am 1.8.2012 tritt die "Button-Lösung" in Kraft, die Shopbetreibern weitere Pflichten auferlegt. Wir haben für Sie alles Wichtige zusammengefasst. mehr

Pinterest für Einsteiger

Pinterest ist nicht zu stoppen: Seit Monaten gilt die Pinnwand als der neue Trend in Sachen Social Media. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit sechs Quick-Steps vom neuen Hype profitieren. mehr
Social-Media-Händler

Ranking: Die erfolgreichsten Social-Media-Händler

Wer die beliebtesten US-Händler in den sozialen Netzwerken sind, lässt sich in diesem Top-250-Ranking auf einen Blick feststellen. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Immer mehr Smartphones gibt es in deutschen Haushalten, folglich steigt auch die Zahl der mobilen Internetnutzer unaufhaltsam an. Rund ein Drittel von ihnen nutzt das Telefon auch zum schnellen Einkauf, das zeigt eine Umfrage des bvh. Womit kaufen Sie lieber ein, mit dem Smartphone oder einem Tablet?

Mit welchem Gerät kaufen Sie mobil ein?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 06/2012

"Wir freuen uns auf die Messe"

Am 27. und 28. März öffnet die Internet World in München ihre Tore für Fachbesucher weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr