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Marken und Musik passen nur selten zusammen

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Marken und Musik passen nur selten zusammen

Werbetreibende nutzen die Kraft von Musik zu wenig

Marken und Musik passen nur selten zusammen (Foto: istock.com/intransfer)

Vor allem bei Bewegtbild-Marketing spielt Musik eine große Rolle. Doch viele Firmen nutzen die tonale Untermalung ihrer Kampagnen zu wenig und achten dabei nur selten darauf, ob die Musik auch zum Markenimage passt.

Den meisten Marken können Verbraucher eine bestimmte Musikrichtung zuordnen. So gaben 80 bis 90 Prozent der Nutzer in einer Onlineumfrage an, dass sie zu ihren Lieblingsmarken in verschiedenen Branchen einen klaren Musikstil assoziieren. Dies hänge jedoch vor allem von der Marke und weniger von der jeweiligen Branche ab, fanden die Forscher von defacto.x und Brand Support in ihrer Befragung heraus.

Das deutlichste Bild ergäbe sich noch bei den Biermarken: Die meisten davon ließen sich mit Mallorca-Hits wie zum Beispiel von DJ Ötzi, Mickie Krause oder Mark Medlock in Verbindung bringen. Das passt jedoch nicht unbedingt zu dem Image, dass die Marken anpeilen. Anders sieht es im Bereich Fashion aus: Mit Modemarken assoziiieren die User vor allem Pop-Musik beispielsweise von James Blunt, Robbie Williams oder Pink. In diesem Fall passt das gewünschte Markenimage auch mit dem Musikgeschmack der Kernzielgruppe zusammen. Auch bei Telekommunikationsmarken und den Auto-Fabriken gehen Musikimage der Marken und Musikgeschmack der Zielgruppe zumindest in ähnliche Richtungen.

Kein klares Bild

Vor allem die Autofabrikate geben ihren Nutzern dazu auch beste Gelegenheit. So unterscheidet sich die musikalische Positionierung der Autohersteller untereinander am stärksten von allen Branchen. Nur bei 49 Prozent der befragten Nutzer passt das der Marke zugeordnete Musikimage zum persönlichen Musikgeschmack des Studienteilnehmers.

Die Studie zeige, dass viele Nutzerherzen musikalisch quasi nicht erreicht würden. Christoph Pöschl, CEO und Senior Partner Brand Support erklärt dazu: "Eine Marke, die falsche musikalische Impulse setzt, verliert jedoch immens an Glaubwürdigkeit. Passt beispielsweise die Musik bei einem Event oder einer Social-Media-Aktion nicht zum bevorzugten Musikgeschmack der Kunden, kann das gewünschte emotionale Erlebnis und damit der Erfolg der Veranstaltung stark beeinträchtigt werden."

Abhilfe könne in der Eins-zu-Eins-Kommunikation eine CRM-Datenbank schaffen, über die auch der individuelle Musikgeschmack der Nutzer berücksichtigt würde, erklärt Jens Cornelsen, Geschäftsführer von defacto research & consulting. "Diese systematische Profilierungsmöglichkeit in ihrer Kernzielgruppe lassen Unternehmen heute allerdings vielfach noch ungenutzt verstreichen. In diesem Sinne wird das Austarieren von Musik-Image einerseits und Musikgeschmack der Kunden andererseits gerade im Bereich CRM künftig zu einem wichtigen Erfolgsfaktor."

Für die Studie "Rock your brand" von defacto.x und Brand Support wurden rund 1.000 Internetnutzer zum Musik-Image von insgesamt 67 Marken in zehn Branchen befragt.


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