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Untreue-Vorwurf gegen Google-Manager

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Untreue-Vorwurf gegen Google-Manager

Stefan Tweraser lässt Ämter ruhen

Google zieht Konsequenzen: Stefan Tweraser, der wegen Untreue angeklagte Vertriebschef von Google Deutschland, darf seine Aufgaben bis auf Weiteres nicht mehr wahrnehmen, teilt der Konzern mit. Zunächst stellte sich ein Google-Sprecher noch hinter den Manager und erklärte die Vorwürfe zu dessen Privatsache.

Kehrtwende bei Goolge: Während es zunächst hieß, die gegen Google-Deutschland-Chef Stefan Tweraser erhobenen Vorwürfe seien seine "Privatangelegenheit" und würden sein derzeitiges Arbeitsverhältnis bei Google nicht betreffen, wurde nun bekannt, dass Tweraser seine Amtsgeschäfte vorübergehend ruhen lasse. "Google hat sich mit Stefan Tweraser darauf verständigt, dass er seine Aufgaben für Google Deutschland zunächst ruhen lässt", zitiert das Nachrichtenportal Spiegel Online einen Firmensprecher von Google. Alastair Bruce, Sales Director von Google Deutschland, werde die Geschäfte bis auf Weiteres führen.

Gegen Stefan Tweraser, der zu der obersten Führungsriege des Suchmaschinenkonzerns in Deutschland gehört, wird in Österreich Anklage erhoben. Er soll vor seinem Wechsel zu Google seinen damaligen Arbeitgeber Telekom Austria mit Scheinrechnungen um rund eine halbe Million Euro geprellt haben. Tweraser ist der Angeklageschrift zufolge geständig und zeige sich "reuig". Er wolle den entstanden Schaden wieder gut machen.

Stefan Tweraser wird vorgeworfen, mit seinem damaligen Chef eine "Abfindungen" in Höhe von 585.600 Euro ausgehandelt haben, die ihm nicht zustand. Um die Zahlungen zu verschleiern, wurde die Werbeagentur Euro-RSCG angestiftet eine Scheinrechnung über diesen Betrag zu stellen. Anschließend stellte Tweraser der Werbeagentur seinerseits drei Teilrechnungen ohne eine Gegenleistung zu erbringen.


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