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Eric Schmidt spricht über seine Vision des Internets

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Eric Schmidt spricht über seine Vision des Internets

"Wir wollen den Nutzern ihre Zeit zurückgeben"

 
Eric Schmidt spricht über seine Visionen des Internet

Schmidt bei seiner Rede in München

Live In den vergangenen Monaten hat Google viele Produkte gestartet, die dem Nutzer vor allem eine Zeitersparnis bringen - das erklärte der Google-CEO Eric Schmidt in seiner Keynote auf der DLD Conference in München. Dazu gehörten zum Beispiel Instant Search und Instant Preview. Sein Ziel sei es, den Usern ihren Alltag zu einfach wie möglich zu gestalten.

Das Smartphone ist das Gerät dieser Zeit. "Kinder haben heutzutage nur noch zwei Zustände: Entweder sie schlafen oder sie sind online", sagt Schmidt. Die Verbreitung des mobilen Internet geht acht Mal schneller vor sich als die der Desktop-PCs seinerzeit. Daraus resultiere ein enormer kreativer Schub. Neue Unternehmen und Geschäftsmodelle entwickelten sich rasend schnell. Diese Entwicklung führe dazu, dass Start-ups heute egal was sie machen, zuerst im mobilen Internet aktiv werden müssen. Die neue Technologie LTE (Long Term Evolution) mache größere Bandweiten im mobilen Internet möglich und bringe interaktive Videos auf Smartphones.

Cloud Computing werde auch in Zukunft spannende neue Produkte und Lösungen entstehen lassen, glaubt Schmidt. Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit sei Googles Übersetzungsdienst. Dabei spricht ein Nutzer einen Text in sein Smartphone und der Text wird digitalisiert an Googles Rechenzentrum übertragen und dort in jede beliebige Sprache der Welt übersetzt. Andere Anwendungen setzen auf Augmented Realität, was wiederum eine Cloud-Computing-Umgebung voraussetzt.

"Ein Drama der Gegenwart ist, dass man einfach nicht mehr verloren gehen kann", beklagt Schmidt. Auf jedem Smartphone sei ein Kartendienst installiert und zeige dem Nutzer seinen Standort an. Das mobile Internet sei ein Garant gegen Langeweile - und gegen die Einsamkeit: "Die eigenen Freunde können mit auf Reisen gehen. Nicht nur über Kartendienste, sondern auch über Status-Updates via Twitter oder Facebook."

Schmidt zieht sich im April nach zehn Jahren von seinem Posten als CEO bei Google zurück und übergibt das Ruder an Gründer Larry Page. Den Wechsel hatte er angekündigt mit den Worten: "Die tägliche Aufsicht von Erwachsenen ist nicht mehr nötig."

Als Verwaltungsratschef wird sich Schmidt unter anderem auf Partnerschaften, Kunden- und Geschäftsbeziehungen, Technologieentwicklung konzentrieren. Firmenintern will der 56-Jährige weiterhin den Gründern als Berater zur Seite stehen. Google-Mitgründer Sergei Brin wird sich weiterhin der Entwicklung neuer Produkte widmen.

"Wir haben schon länger darüber nachgedacht, wie wir unsere Managementstruktur vereinfachen und die Entscheidungsfindung beschleunigen können. Indem wir unsere individuellen Rollen neu definieren, schaffen wir eine deutlichere Verantwortungs- und Rechenschaftsstruktur in der Führungsetage", sagte Eric Schmidt.

Der Wechsel kommt nach einem erfolgreichen Jahresabschluss 2010. Gleichzeitig mit dem Führungswechsel hatte Google auch die Zahlen für das vierte Quartal 2010 bekannt gegeben. Dabei hat Google im letzten Quartal Umsatz- und Gewinnwachstum in Höhe von 26 beziehungsweise 29 Prozent verzeichnet.


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