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Imagevideos in Rubrikenmärkten

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Imagevideos in Rubrikenmärkten

Intransparente Preispolitik

Imagevideos in Rubrikenmärkten (Foto: istock/Zeffss1)

Videos erobern die Rubrikenmärkte: Mehr als die Hälfte der deutschen Online-Branchenverzeichnisse und Kleinanzeigenmärkte bietet die Möglichkeit, Imagevideos auf ihren Webseiten zu schalten. Unterschiedliche Kostenmodelle erschweren Unternehmen jedoch die Entscheidung.

Vom wachsenden Markt der Bewegtbildwerbung wollen auch die Betreiber von Kleinanzeigenseiten profitieren: Bei 56 Prozent können Unternehmen Videos über ihr Unternehmen einstellen. Das ergab eine Erhebung der Münchener infotainweb. Als Imagevideo definiert die Studie dabei die Selbstdarstellung von Firmen und Produkten in bewegten Bildern, die online zu Werbezwecken eingesetzt werden.

Verzeichnismedien wie Gelbe Seiten, Das Örtliche oder 11880 bieten im Gattungsvergleich bisher die ausgefeiltesten Angebote mit unterschiedlichen Formaten, Längen und Mediapaketen. Intransparente Preispolitik, verwirrende Bezeichnungen Firmen, die ein Imagevideo für das Web produzieren und in passenden Umfeldern schalten wollen, müssen sich in der Praxis häufig noch sehr viel Mühe geben.

So zeigte die Erhebung, dass die Angebote für Imagevideos oftmals nur sehr schwer online zu finden, in den Mediaunterlagen teils unzureichend dokumentiert und nur mit großem Aufwand zu vergleichen sind. Uneinheitliche Bezeichnungen - Firmenclip, Webcast-Video, Mediaonline-Spot - verwirren ebenso wie unterschiedliche Kostenmodelle.

"Die Preisspanne reicht von wenigen hundert Euro für die Produktion und Platzierung eines Imagevideos bis hin zu fast 9000 Euro allein für die Produktion", sagt Stefan Huber, Vorstand Marketing und Vertrieb von infotainweb. Auch sei aus den Unterlagen der Anbieter nicht immer klar ersichtlich, ob die Kosten nur die Produktion oder auch die Mediaschaltung beinhalten. Als gängigste Länge für Imagevideos wurden 30 bis 60 Sekunden aufgeführt. In Fachmedien können aber auch bis zu fünfminütige Interviews und Porträts gebucht werden.

Die Studie sieht großes Potenzial für Bewegtbildhersteller: "Das Marktpotential allein für die Produktion von Imagevideos beträgt nach unseren Berechnungen bis zu 100 Millionen Euro jährlich“, schätzt Huber. Über eine halbe Million kleine und mittelständische Unternehmen wollten demnächst ein Imagevideo produzieren lassen.

Die Erhebung von Oktober bis Dezember 2011 online und telefonisch durchgeführt. Untersucht wurden 57 Online-Plattformen aus vier Bereichen: 28 Webseiten von Tageszeitungen, neun Online-Branchenverzeichnisse und je zehn Städteportale und führende Fachmedien unterschiedlicher Branchen.

Um erfassen zu können, ob sich Videowerbung rechnet, müssen Unternehmen einige Kennzahlen analysieren. Welche die wichtigsten Meßgrößen sind, erklärt Elke Döhler, Senior Web Analytics Consultant bei Valiton.


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