United-Internet-Media-Vorstand Ehrlich über Werbung in Social Media
United-Internet-Media-Vorstand Ehrlich über Werbung in Social Media
"Facebook wird maßlos überschätzt"
23.06.2010 14:30 Tanja Gabler
Glaubt nicht an gezielte Markenführung in Netzwerken: Ehrlich
Wer fürchtet sich vor Social Media? Nicht nur die klassischen Medien, sondern auch die klassischen Onlinemedien haben offenbar Angst, Werbeerlöse an die Netzwerke abgeben zu müssen. United-Internet-Media-Chef Matthias Ehrlich fordert von den Werbern, nicht jedem Hype hinterherzulaufen.
"Es gibt Bereiche, in denen klassische Onlinewerbung einfach schlecht funktioniert. In sozialen Netzwerken wird selten ein konkretes Thema verfolgt", sagte Ehrlich der Nachrichtenagentur Pressetext. "In einer Welt, wo hauptsächlich 'gequatscht' wird, ist keine gezielte Markenführung möglich. Facebook-Fanseiten und Co werden maßlos überschätzt."
Als Markenverantwortlicher müsse man Millionen Menschen ansprechen, da reiche es nicht, 5.000 Leute auf einer Fanseite zu haben, so Ehrlich. Die Professionalisierung der Werbebranche "wird oft dadurch behindert, dass man meint, auf den neuesten Hype aufspringen zu müssen".
Werbung und Marketing in Social Media gehöre zwar heute dazu, sei jedoch nur ein kleiner Teil einer Kampagne, sagte Ehrlich. So könne es sein, dass sich Facebook als eine Art "Landing-Page" in Ergänzung zu klassischen Firmenseiten etabliere. Dabei werde aber nicht auf Facebook geworben, sondern das Social Network als ergänzende Marketingseite genutzt.
klartext am 29.06.2010
Erst mal vor der eigenen Türe kehren...
Wie soll ich eine Meinungsäußerungen zum Thema Werbung von jemanden bewerten, der die derzeitigen Werbespots von 1und1 mit zu verantworten hat? Sorry, aber ich kann weder Matthias Ehrlich noch Marcell D'Avis auch nur ansatzweise Glauben schenken!
Sascha Ahlers am 27.06.2010
viraler Effekt
Das Meiste wurde ja bereits gesagt. Die viele Verbreitung über den Social Graph der Fans darf nicht unterschätzt werden, da er im Durchschnitt über 130 Kontakt stark ist. Auch Facebook Advertising kann bei Optimierung eine gute CTR aufweisen.
Davon abgesehen sind mit dem Open Graph zahlreiche Funktionen zur Marktforschung und zur vielen Verbreitung hinzugekommen. Ebenso sollten Brand Evangelists keinesfalls unterschätzt werden.
Claudia Hilker am 27.06.2010
Social Media ist kein Hype mehr
Matthias Ehrlich, Vorstand der United Internet Media AG, warnt davor, "Hypes blind hinterher zu rennen." Verwechselt er Social Media mit Second Life? Wenn er beides in einen Topf schmeisst, dann ist er schlecht informiert. Und das passt schlecht zu seiner Rolle als Chef eines innovativen Internet-Unternehmens.
Ehrlich meint: "In einer Welt, wo hauptsächlich 'gequatscht' wird, ist keine gezielte Markenführung möglich. Facebook-Fanseiten und Co werden maßlos überschätzt." Er vergisst: Jede Geschäftsbeziehung beginnt mit einem einfachen Gespräch. Auch jeder Vertriebler beginnt mit einem Small Talk, um Vertrauen in der Beziehung aufzubauen. Geschäfte folgen später.
Warum ist seine Meinung über die Teilnehmer im Social Web so negativ? „Quatschen“ klingt abwertend. Vermutlich ist es einfach die digitale Kluft zwischen digital immigrants und digitals natives.
Martin S. am 25.06.2010
"Facebook wird maßlos überschätzt" - E-Mail Dienste als Werbeträger ebenso ...
Webbasierte E-Mail-Dienste verkommen zum Passiv-Medium - über private Mailaccounts werden monatlich doch nur noch maximal 5 Mails aktiv im Durchschnitt pro Nutzer pro Monat verschickt. Das bedeutet im Umkehrschluß dass die Interaktion der Internet-Nutzer untereinander fast nur noch im Social Media Space stattfindet. Ich denke im Bereich des Dialogs mit dem Kunden hat Social Media unschlagbare Vorteile - Awareness und Trafficgenerierung funktioniert eher noch über hochfrequentierte Entrypoints wie Sie die United Internet mit WEB.DE und GMX hat. Die Frage ist zu welchem Preis die Vermarktung quersubventioniert werden muss.
Stephan Noller am 25.06.2010
Ehrlich hat recht! Lumma hat recht! Beide liegen falsch!
Der Streit, der sich jetzt zwischen Ehrlich auf der einen und Nico Lumma auf der anderen Seite entwickelt, könnte durchaus fruchtbar sein...
Hier mein Beitrag dazu:
http://bit.ly/aOfehm
Helge Ruff am 25.06.2010
Wenig differenzierte Aussage
Ich finde die Aussage von Herrn Ehrlich viel zu Pauschal und wenn man sie so stehn lässt falsch!!
Wenn man Social Media einfach nur als einen separaten weiteren Kanal seiner Marketing-Maßnahmen sieht, sind die 1.000 Fans auf einer Fanpage sicher wenig wert. Vorallem, wenn man diese einfach nur "verwaltet".
Ich bin absolut der Auffassung, dass Social Media ein sehr wichtiger Kanal einer integrierten Markenstrategie ist. Facebook ist eines der Möglichkeiten Brand Fans zu schaffen. Zudem is ein Dialog mit Brand Fans ohne Social Media zustande kommen sollte. Marken Fans haben einen stark multiplikativen Charakter und somit ist Facebook auf keinen Fall zu "unterschätzen"!
Michael am 24.06.2010
Wie kommt Herr Ehrlich zu dieser Schlussfolgerung?
ganz klar - Herr Ehrlich kennt seine eigenen Web-Angebote am Besten. Und die laufen so lala. Deswegen folgert er, dass es bei Facebook wahrscheinlich nicht besser laufen kann. hehe
Grüße in die Runde
Julia am 24.06.2010
Social-Media & Marketing
Die Differenz zwischen Website- und Artikeltitel veranschaulicht hier doch den aktuellen Zustand auf's trefflichste: Auch mit dem heutigen Informationsstand kann niemand sicher sagen oder einschätzen, in welche Richtung sich die Social-Media-Welle im Marketing- und PR-Ozean in Zukuft bewegt.
Sven Bornemann am 24.06.2010
Recht hat er
Da hat mir Matthias Ehrlich sehr aus der Seele gesprochen. Es ist ohnehin verwunderlich, dass viele Werber seit Jahren geradezu verzweifelt auf der Suche nach DEM Schlüssel im Online Marketing sind. Aufwachen lieber Online Marketer! Setzt Euch lieber mal auf den Hosenboden, lernt die Mechanismen Eures Fachgebietes sorgfältig, anstatt Euren Kunden mit immer neuen Worthülsen immer neue Trends zu verkaufen.
Martin am 24.06.2010
Hat was
Ich finde, seine Kommentare haben was. Ich nutze Facebook regelmässig, aber habe wahrscheinlich noch nie auf eine Werbung geklickt...
Bei Facebook seh ich irgendwann auch das Problem, dass die Leute sich bewusst werden, was sie anstellen, wenn sie überall ihre Partyfotos veröffentlichen... da kriegt jeder irgendwann seinen Ärger deshalb.
Redaktion am 24.06.2010
@ René
Wenn wir den Seitentitel korrigieren, gibt's tote Links. Da leben wir lieber mit Freud.
Olaf Kopp am 24.06.2010
Social Media vs. Online Marketing
Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Der Hype um Social Media Marketing im Allgemeinen ist derzeit noch ewtas zu hoch, da fundierte Ansätze und vor allem Erfolgsstorys aus der Praxis fehlen.
Man sollte Social Media Marketing, eh eher der Online PR oder CRM als dem klassischen Online Marketing zuordnen.
Ich denkea ber das gerade für emotionale Themen und Produkte Facebook ein guter Kanal ist.
Ja, und natürlich haben die alten Hasen aus den verkrusteteten Marketing Etagen Angst... :-)
Rene am 24.06.2010
<title> vs. <h1>
Liebe Redaktion: korrigiert doch bitte mal den Website-Titel ("... unterschätzt"). :) #Freud
m. friz am 24.06.2010
relevante kampagne
ich denke auch, dass der United Internet Media-chef tendenziell eher aus angst und ignoranz spricht. und dabei das "gequatsche" maßlos UNTERschätzt, ebenso wie die enorme geschwindigkeit, mit der sich inhalte über social media verbreiten.
hier in den kommentaren kam die frage nach funktionierenden, relevanten kampagnen auf. z. B. die kitkat-kampagne von greenpeace war wirklich mehr als erfolgreich (http://www.greenpeace.org/international/campaigns/climate-change/kitkat/) !
natürlich darf man bei facebook nicht in werbebannern denken, aber diese erkenntnis kommt herrn ehrlich vielleicht auch noch. und zum thema markenführung: gerade dafür halte ich FB für ein sensationelles tool. wie lassen sich bitte die eigenen werte besser vermitteln als durch "gequatsche"?
Dieter M. am 24.06.2010
Bitte Text lesen
Bitte lieber Poster schaut euch den Text genauer an.
Es geht nicht um Facebook, WKW & Co. sondern um den Erfolg einer Werbung die man auf diesen Portalen schaltet.
Ich nutze FB, WKW jeden Tag und Werbung interessiert mich persönlich auf diesen Seiten überhaupt nicht.
Jeder nutzt diese Seiten zur Kontaktpflege und Nachrichtenaustausch, aber nicht für Produktsuche usw.
Nur noch ein Grund: am 24.06.2010
Bla Bla..
Facebook Corporate Sites werden von Google und Co. sehr gut indiziert. Das Unternehmen erhält dadurch Raumgewinn in Editorial Listings und erweitert sein Verlinkungsnetz.
..aber machen Sie alle mal ruhig weiter Printwerbung!
Ulf Tramsen / Tramsen Media am 24.06.2010
Facebook Hipe & Flop
Endlich mal ein Artikel der das schreibt was ich schon länger denke.
Fanpages werden bei Facebook sehr schnell hoch geputscht durch Empfehlungen. Wirklich besucht werden nur wenige davon. Daher haben 5.000 Fans nur die Aussage Kraft, dass es zu einem Zeipunkt X mal mehr Interesse für die Page gab - daher zählt das Argument auch nicht.
In meinen Augen ist Facebook genauso eine Luftnummer mit wenig Nutzen wie WKW, Xing und einige mehr...
Wenn Xing so toll ist wie manche behaupten - wieso wird es letztendlich fast nur von Headhuntern effektiv besucht?
Viele Grüße,
Ulf Tramsen
www.tramsen.de
S.H am 24.06.2010
Conversion Tracking ist u.a. das Zauberwort!
Ohne Conversion Tracking und genauen Beobachtungen der Aktivtäten, gebe ich den Aussagen gegen Facebook und Co. ja gerne recht, wenn Sie nur ins blinde heraus sich auf den Social Media Plattformen tummeln und halbherzig mitagieren, wird die entsprechend Kampagne auch kein Erfolg. Social Media muss man im Unternehmen leben, dies auf seine Kunden und Interessenten übertragen und den ROI nicht außer Acht lassen.
Sie machen doch bestimmt alle auch Leads mit Google Adwords, spinnen Sie diese Umsatzgenerierungsmaschine doch mal weiter..
...mehr möchte ich dazu nicht sagen, andere bekommen dafür Geld! :)
Viele Grüße
Paule am 24.06.2010
Defenitiv überbewertet!
Endlich mal jemand der das ausspricht, was viele zwar ahnen, sich aber niemand in diesem Hype getraut zu sagen. Zu lange ist offensichtlich das Zerplatzen der Onlineblase mit den entsprechenden Überbewertungen vor 10 Jahren schon wieder her. Oder kann mir jemand auch nur EIN schlüssiges Konzept nennen, wie man bei Facebook & Co bisher NICHT sein Geld verbrennt? Es geht doch gar nicht darum, Facebook & Co totzusagen, sondern vor einer Überbewertung zu warnen...und das ist wahrlich gerechtfertigt!
S. H. am 24.06.2010
@ Ulf J.
Sehr geeherter Herr J.,
ich glaube Sie verwechseln Facebook mit wer-kennt-wen.
Beste Grüße
rmeusel am 24.06.2010
tweet
tweet: "Facebook wird maßlos unterschätzt" .. da ist was falsch gelaufen.
Thomas Hutter am 23.06.2010
kleine Korrektur
@mrs_schaf
Absolut richtig, allerdings sind es in Deutschland per Stand heute 9.8 Mio. (13 bix xx Jahre).
mrs_schaf am 23.06.2010
"Facebook wird maßlos überschätzt"
... "gezielte Markenführung .. von Markenverantwortlichen .. "
Vokabeln, die ich immer befremdlicher empfinde. Marketing und Werbung sind in einem neuen Zeitalter angekommen, desser Kern in der Authentizität liegt. Dies kann nicht verordnet und geplant werden. Es ist schlichtweg eine Haltung. Und da "der Fisch bekanntlich vom Kopf zu richen anfängt", ist es die Kultur des Unternehmens (der Unternehmer), die es auf ihre Mitarbeiter, ihre Produkte, Dienstleistungen, Marken weitertagen. Eine Marke wird von "seimem" Unternehmen und gleichermaßen von "seinen" Konsumenten getragen. Eine Marke braucht beides - und gerade in einem Netzwerk wie Facebook habe ich die Möglichkeit den Austausch zu finden, zu tragen, mit Leben zu füllen.
Marke passiert dort, wo die Menschen sind, die sie (mit) tragen. In Deutschland sind diese mit ca. 14 Mio bei Facebook zu finden.
Thomas Hutter am 23.06.2010
nicht so allgemein
@Froitzheim
Da muss ich Ihnen leider unrecht geben. Mein Freundeskreis (knapp 500 Personen, 98% persönliche Kontakte aus dem Reallife) beinhaltet Akademiker, Geschäftsführer, Angestellte, Handwerker, Hausfrauen, Studenten und Schüler mit einem Haushaltseinkommen von 0 bis 2 Mio Euro jährlich - also bunt gemischt. Die Inhalte und Beiträge sind entsprechend unterschiedlich, thematisch und auch im Niveau.
Wo ich Ihnen aber recht gebe, Deutschland ist innerhalb von Facebook im internationalen Vergleich eher auf der Stufe eines Drittweltlandes. Die Profile von vielen deutschen Facebook-Benutzer sind unvollständig, teilweise lächerlich oder gefakt, nirgends ist die "oh ich gebe so viel Daten von mir preis"-Paranoia so extrem sichtbar wie in Deutschland.
ich am 23.06.2010
alles durcheinander
vielleicht kennt Herr Froitzheim Facebook gar nicht und hat sowas mal von myspace gehört, wo das stimmt.
Man kann ja mal was vewechseln.
Christian am 23.06.2010
Wer braucht schon Web.de und seine 12 MB Email-Speicher...
Da spricht die Angst von United Internet wenn Email-Portale bald ihre Reichweite und Daseinsberechtigung an Facebook abgeben müssen....
Christian Mueller am 23.06.2010
Was ist intellektuell?
@Frotzheim:
Ich habe rund 185 Freunde auf facebook von denen ca. 90% studiert sind und von denen wiederum mind. 70% ein sehr ausführliches -und EHRLICHES- Profil sowie ordentlich postings aufweisen. Diese Aussage kann ich für mein Umfeld nicht nachvollziehen.
Der Witz ist doch auf facebook, dass ein sehr hoher Anteil der Profile datenmässig sauber und aktuell sind (im Gegensatz zu UI eMail-Adress Profile, meine intellektuelle Frau hat da auf jeden Fall Schmarrn angegeben...) und die targeted Ads daher auf facebook extrem sinnvoll sind. Zudem ist mir bekannt, dass ein Unternehmen im Couponing Umfeld sein Geld für daily deals zu 100% in facebook Ads investiert - weil es sich lohnt und der RoI stimmt.
Ulf J. Froitzheim am 23.06.2010
Warum sollten Facebooker top-relevant sein?
Einfach so in den Raum zu stellen, dass es um die Vermeidung von Streuverlusten geht, ist keine Antwort auf die Frage, wen man via Facebook erreicht. Generell ist Facebook – freundlich gesagt – kein bevorzugter Treffpunkt der Intellektuellen und Premium-Zielgruppen, sondern ein hochbeliebter Tummelplatz für Menschen, die nicht lange nachdenken. Das ist zwar für Schrotflinten-Werber interessant, die auf RTL-Massenpublikum aus sind, aber sicher nicht für die, die auf der Suche nach 5000 top-relevanten Kunden sind. Zumindest nicht hierzulande, wo Facebook sich im internationalen Vergleich extrem schwer tut. Wenn ich mal intelligentere Menschen auf Facebook entdecke, ist deren Profil typischerweise sehr rudimentär. Diese Leute sind vorsichtig, und sie wissen warum.
Thomas Hutter am 23.06.2010
Der Change in der Denkweise ist der Schlüssel
Matthias Ehrlich hat mit seiner Aussage schon recht, wer meint mit klassischen Online-Anzeigen in Social Networks oder Social Media Erfolg haben zu können, irrt und in diesem Zusammenhang wird Facebook auch überschätzt.
Allerdings dürfte es kaum das Ziel sein, klassische Online-Anzeigen in Social Networks oder in Social Media zu integrieren - vielmehr müssen die für Social Media typischen Mechanismen eigesetzt werden. Leider kapieren viele der klassischen (Online)Werbeagenturen diese Mechanismen nicht ansatzweise und versuchen in Social Media 1:1 klassische Kampagnen (on- oder offline) zu adaptieren - der Misserfolg ist garantiert!
Wird allerdings Social Media richtig eingesetzt, geht das Machbare weit über die altbackenen Möglichkeiten heraus und kommen Weiterempfehlungen (Word of Mouth) dazu, müssen sich klassische Medien richtig warm anziehen...
Nichte Bama am 23.06.2010
Differenzierte Meinungsäußerung
Wie schön wäre es doch, wenn die einzelnen Aspekte in Ehrlichs Äußerung nicht einfach "platt gemacht" würden. Man müsste sich weniger aufregen, könnte professionell kontrovers diskutieren und konstruktiv sein.
Ich kann mich nur Oma Bama anschließen und letztlich Herrn Ehrlich - Angstschweiß hin oder her - in Schutz nehmen.
Grillo 2.0 am 23.06.2010
Kein Facebook Kenner ...
Ich sehe, dass der Herr sich mit Facebook nicht wirklich befasst hat. Denn dann wüsste er, das der virale Effekt bei Facebook enorm ist und insbesondere Fanpages durchaus mehr als 5000 Fans haben können. Millionen müssen es ja nicht sein ... oder ist das Prinzip "Klasse statt Masse" schon wieser out?
Es gibt genügend gute Beispiele, in denen Markenführung unter Anderem mit Facebook sehr erfolgreich ist.
Quatscher am 23.06.2010
Das riecht schwer nach Angst!
Jetzt aber mal ehrlich, da hört doch jemand sein eigenes Totenglöckchen läuten!
Oma Bama am 23.06.2010
Einige der letzten Hypes waren wirklich zum Lachen
@ Mueller:
"Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du!"
Also bei den meisten Hypes (z.B. "Second Life") war es eher so, dass man auch lange über die Kritiker gelacht hat - am Ende hat man jedoch nur noch über die gelacht, die den Hypes hinterhergelaufen sind und einen Haufen Geld sinnlos verbrannt haben. Bisher konnte mir noch keiner eine Social Media Kampagne nennen, deren angeblicher Erfolg einer Nachprüfung standgehalten hätte. Im übrigen war Gandhi ein armer Hund, der sich gegen übermächtige Gegner wehrte. Wenn man diesen Vergleich schon bringt, dann sehe ich eher Herrn Ehrlich als Gandhi, der sich traut, die Wahrheit auszusprechen und nicht blind der ahnungslosen Masse nachzurennen.
ich sach mal nichts... am 23.06.2010
Agentur-Geblubber
Eine Pauschalaussage wie "..."In einer Welt, wo hauptsächlich 'gequatscht' wird, ist keine gezielte Markenführung möglich" ist einfach nur Platt und zeugt nicht von einer analytischen Aussage.
Aber diese mit der Axt gemachten Headlines sind ja nix neues. Auch in der Papier-"Internet World Business" konnte ich heute wieder viele dieser Schlagzeilen lesen. Nach meinem Eindruck haben die Autoren mit den allgemeinsten Aussagen und den inhaltslosesten Output auch immer die Brillen mit dem breiten schwarzen Rahmen. Bei uns im Büro heißen diese Teile "Agentur-Brillen"
Warum ich dieser Meinung bin? Wir haben auf facebook 2 Kampagnen die nach Optimierung äußerst Erfolgreich laufen.
Zitat: "Werbung und Marketing in Social Media gehöre zwar heute dazu, sei jedoch nur ein kleiner Teil einer Kampagne"
Hier zeigt sich wunderbar das Allgemein-Palaver. Es ist doch immer so, dass sich eine Kampagne nicht nur auf eine Komponente stützt...
Christian Mueller am 23.06.2010
Schließe mich Barkat an
Gebe Barkat recht, der Herr von UI zeigt deutliche Angst-/Schweissflecken Symptome. Ich bekomme aus 1. Hand mit, wie stark steigend die Budgets mittlerweile Richtung Social Media fliessen...
Und ausserdem gilt i.d.R. noch immer Mahatma Ghandi: "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du !"
Ich würde sagen, wir sind in der 1. Hälfte der 3. Stufe "bekämpfen" :-)
Uwe Hiltmann - Internet-Unternehmensberater am 23.06.2010
Das Pfeifen im Walde ...
Die Aussagen von Herrn Ehrlich wirken auf mich leider wie das "Pfeifen im Walde ..." - wenn ich nur laut genug pfeife, dann wird mir schon nichts passieren. Er hat scheinbar nicht verstanden, dass mittlerweile die Konsumenten durch das Internet immer mehr Macht und Mitsprachemöglichkeiten erhalten haben - und fordern! Das hat die Internet-Ikone David Siegel schon in seinem 1999er Buch "Futurize your Enterprise" vorhergesagt und mit den sozialen Netzwerken und Blogs ist das auch Wahrheit geworden. Die Meinung der "großen Masse" (oder wie auch immer die "Werber" das konsumierende Herdenvolk nennen mögen) wird natürlich durch die "großen Medien" beeinflusst. Aber will ich jetzt JEDEN erreichen? Oder will ich lieber mein Marketing-Etat dort ausgeben, wo ich meine Zielgruppe erreiche, die sich VON SICH AUS dort als Fan registriert und aktiv auf mich und meine Marketing-Botschaft zugeht?
Ich komme aus der Direkt-Marketing-Ecke und da gilt nach wie vor das alte Wort: "Die Qualität der Adressen ist entscheidend für den Erfolg!" Und die Qualität einer Fan-Gruppe ist um einiges höher und hat weniger Streuverlust als eine Anzeige in der Bildzeitung für die breite Masse.
Social Truth am 23.06.2010
Kann mich ebenfalls nur anschließen
Recht hat er, das ganze Social Media ist doch hauptsächlich eine Quatschbude für Leute, die sonst nichts zu sagen haben und sich bei jedem Post wichtig fühlen möchten. Bin schon längst wieder raus aus Facebook...
Barkat am 23.06.2010
Keine Ahnung
Was auch vergessen wird ist, dass jeder Kommentar auf den Fanseiten dieser 5000 Fans von den Freunden dieser Fans gesehen und evtl. wiederrum kommentiert wird. Das kam enorme Effekte mit sich bringen. Dass die Leute aus den klassichen Medien das Internet immernoch nicht verstehen und alles 1zu1 aufs Internet übertragen möchten, kann ich nicht nachvollziehen. Das Internet funktioniert eben anders. Über Facebook werden bereits enorme Umsätze gemacht, ob das gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage.
Sven Meyer am 23.06.2010
Kann mich nur anschließen ... an Barkat
s.u.
Kup am 23.06.2010
Einspruch
Was haben wir nochmal in der Schule gelernt? Lieber 5000 top-relevante Leute als Fan, als Millionen die im Streuverlust untergehen...
Sven Meyer am 23.06.2010
Kann ich mich nur anschließen
Klar, es wird immer Leute geben, die kein Facebook nutzen, womöglich sogar gar kein Internet, aber Internet ist nunmal der Platz wo immer mehr passiert und die interessanten Zielgruppen sind.
Wahrscheinlich hat er auch vor ein paar Jahren gesagt, dass Google total überschätzt wird und nur ein Hype ist. Bin gespannt, ob er in 1-2 Jahren auch noch zu dieser Aussage steht. In den USA gibt es schon Websites die mehr Traffic von Facebook als von Google bekommen.
Barkat am 23.06.2010
Keine Ahnung
Der Herr hat überhaupt keine Ahnung und wahrscheinlich selbst Angst von Facebook...