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Toys’r’us

Onlinehandel "wenig ökologisch"

Toys'r'us-Chef Jerry Storch warnt vor den Folgen des Onlinehandels: Dieser soll umweltschädlicher sein als der Einkauf im stationären Handel. Konkurrent Amazon behauptet das Gegenteil.

Storch bezeichnete den Onlinehandel in einem Interview mit der Financial Times als "wenig ökologisch": Die Leute seien so hingerissen davon, alles bestellen und liefern lassen zu können, dass sie nicht an die CO2-Bilanz denken würden.

Bei Amazon sieht man das anders: Der Einkauf im Internet ermögliche ein weitaus effizienteres und umweltfreundlicheres Einkaufserlebnis als der Einkauf im traditionellen Handel.

Tatsächlich haben beide nicht ganz Unrecht. Jason Mathers, Manager des Environmental Defense Fund, erklärt: "Es gibt keine einfach Antwort." Zwar könne der Onlinehandel diverse Vorteile haben, das hänge aber stark von verschiedenen Faktoren ab, wie den eingesetzten Fahrzeugen, der Entfernung oder der Anzahl und Art der gekauften Produkte.

Studien zu dem Thema gibt es bisher nur wenige, diese fallen bisher jedoch vornehmlich zugunsten des Onlinehandels aus: Eine Untersuchung der Heriot-Watt-Universität Edinburgh aus dem Jahr 2009 zeigt, dass bei der Lieferung nach Hause im Durchschnitt wahrscheinlich weniger CO2 ausgestoßen wird, als bei einem gewöhnlichen Einkauf. Eine weitere Studie der Carnegie-Mellon-Universität Pittsburgh aus dem selben Jahr zeigt, dass der Online-Kauf eines USB-Sticks etwa 35 Prozent weniger Energie verbraucht und CO2 emittiert.

Dennoch glaubt Storch, dass bald ein Umdenken einsetzen wird: "Allmählich werden die Leute erkennen: 'Moment mal, ich bringe gerade die Kinder zur Schule. Der Laden ist gleich hier. Ich kann's doch einfach abholen.'" 


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