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Mehr Potential für Musik-Plattformen

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Mehr Potential für Musik-Plattformen

Jeder Vierte befürwortet illegale Downloads

Mehr Potential für Musik-Plattformen Foto: freedigitalphotos.net/Filomena Scalise

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen im Internet 112 Millionen Euro für Songs und Alben ausgegeben. Das sind sogar 40 Prozent mehr als noch 2008. Dennoch gibt es im Onlinehandel mit Musik noch Einiges mehr zu verdienen, wenn die Branche das Problem der Piraterie besser in den Begriff bekommt.

Einer repräsentativen Umfrage zufolge findet jeder vierte Deutsche illegale Downloads von Musik, Film oder Software akzeptabel. Allerdings sind auch 66 Prozent der Meinung, dass das Anfertigen illegaler Kopien kein Kavaliersdelikt sei. Die strafrechtliche Verfolgung von Raubkopierern fordern 63 Prozent. Jeder sechste Nutzer ist grundsätzlich an kommerziellen Musikangeboten interessiert und sogar 18 Prozent seien bereit, für Musik aus dem Netz zu zahlen.

Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen zusätzlich 34 Millionen Euro für Musikdownloads auf Handys aus. Davon entfällt der Löwenanteil von 27 Millionen naturgemäß auf Klingeltöne. Sieben Millionen Euro wurden dagegen mit Musikstücken in Originallänge umgesetzt. Nach dem kräftigen Anstieg der Umsätze im letzten Jahr, rechnet der Bitkom auch für 2010 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum der Branche.

Als wirksame Mittel gegen die Piraterie propagiert der Bitkom zum einen einen gesellschaftlichen Konsens zum Schutz von Urheberrechten und zum anderen preislich attraktive und sichere Bezahlangebote für Musik.

Das Urheberrecht und vermeintliche Verstöße dagegen beschäftigen immer wieder auch die Gerichte. Zuletzt versuchte die Verwertungsgesellschaft Gema eine Einstweilige Verfügung gegen Youtube zu erreichen, um die Veröffentlichung von Musikvideos zu unterbinden.


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Kommentare

Oliver am 08.09.2010

Kay hat hier alles notwendige gesagt

Die Aussagen von Kay sind absolut richtig. Ergänzen möchte ich aber noch, dass z.B. ich seitdem das Downloaden über Tauschbörsen illegal wurde und ich dieses dadurch eingestellt habe, bedeutend weniger CDs kaufe. Zum einen ist es Streik, zum anderen bin ich weniger informiert. Hin uns wieder kaufe ich mal bei Amazon ein mp3-Liedchen, gelegentlich mal eine Konzert-BlueRay (wenn sie weniger als 20 Euro kostet) - das war es dann aber fast. Zumindest von meiner Seite aus macht die Musikindustrie seit den ganzen Verboten, den Brandmarkungen und Jagdveranstaltungen bedeutend weniger Umsatz - und meine Käufe waren früher (da ich bei guter Musik mit mp3-Ton nicht zufrieden bin) nicht gerade niedrig.
Ach ja... sehr günstig und zugleich musikindustrieschädigend, aber doch legal, kann man gebrauchte CDs bei Ebay, etc. kaufen... ;-)

Kay am 07.09.2010

Theorie und Praxis

Wer Musik gratis bekommt, lädt auch Musikstücke herunter, für die er sicher kein Geld ausgeben würde, wenn er dafür zahlen müsste. Somit liegen die illegal geladenen Musikstücke und die dadurch angeblich entgangenen Umsätze um Welten auseinander. Zudem sind meiner Meinung nach die Preise vollkommen überzogen. Kein Cover muss gedruckt, keine Hülle bezahlt, keine CD gepresst und bedruckt, keine Warenpalette durch die Welt befördert werden. Trotzdem liegen die Preise oft den Verkaufspreisen einer CD zu Zeiten, als diese das Musikmedium schlechthin war. Eine Bravo-Hits kostet über 20,- Euro. So viel hat vor rund 10 Jahren keine Doppel-CD gekostet. Vielleicht sollte die Musikindustrie mal von Gewinn- auf Umsatzmaximierung umstellen.

Googlehagel am 07.09.2010

Jeder Vierte befürwortet illegale Downloads

Lächerliche Propaganda der Musikindustrie mal wieder...
Ohne das und ihre nervige Lobbyarbeit wären die doch schon längst da, wo sie auch hingehören: weg von Fenster!

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