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E-Retail-Report 2010

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E-Retail-Report 2010

Montag ist Onlineshopping-Tag

E-Retail-Report 2010 Foto: istock.com/shironosov

Was hat sich im deutschen E-Commerce im Laufe des vergangenen Jahres getan? Der E-Retail-Report 2010 untersucht das Kauf- und Zahlverhalten im Onlinewarenhandel und zeigt, bei welchen Zahlungsmitteln der Warenkorb den höchsten Wert aufweist und in welchen Regionen das Risiko für einen Zahlungsausfall am größten ist.

Im vergangenen Jahr verbesserte sich die Zahlungssicherheit im gesamten europäischen Online-Warenhandel. Das Ausfallrisiko ging auf den tiefsten Wert, seit Beginn des Reports zurück, ermittelte die Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Card Services in ihrem Bericht. So drohe nur noch bei zwei von Eintausend Transaktionen ein Ausfallrisiko für die Zahlung per Kreditkarte. Die höchste Chargeback-Quote weist das Bundesland Bremen auf. Zugleich waren hier die meisten Betrugsfälle zu verbuchen. Als besonders risikoreich gilt auch Berlin-Mitte. Zahlungssicherstes Bundesland ist das Saarland. Das höchste Risiko für Zahlungsausfälle bei der Lastschrift haben bundesweit der Norden, Süden und Südosten Berlins.

Kreditkarte oder Lastschrift?

Im deutschen Online-Warenhandel ist die Kreditkarte, laut dem Bericht, nach wie vor die führende Zahlart. Zwei von drei Käufen werden per Karte beglichen. Marktdominierend ist dabei Visa vor MasterCard und anderen Kreditkarten, die vor allem bei Käufern aus außereuropäischen Ländern eine Rolle spielen. Bei Beträgen bis zu zehn Euro wird die MasterCard bevorzugt eingesetzt. Bei der Zahlung mit Kreditkarte lagen die Warenkorbwerte auf konstant hohem Niveau. Sie wird besonders gern für Beträge zwischen zehn und hundert Euro eingesetzt.

 
 

Die Warenkorbwerte in Deutschland

Auffällig ist dem Bericht zufolge, dass die Warenkorbwerte, die per Lastschrift bezahlt werden, deutlich unter denen liegen, die mit giropay beglichen werden. Vor allem in Deutschland spielen traditionelle Zahlarten wie der Rechnungskauf, Vorkasse oder Lastschrift noch eine große Rolle. Dabei konnte das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) sogar noch um sieben Prozent zulegen.

Frauen kaufen häufiger online – Männer nur teurer

Im dritten Jahr in Folge dominieren die deutschen Frauen den Online-Warenhandel. Sie bestellen mehr als die deutschen Männer. Im Rest Europas liegen dagegen die Männer vorne. Sie sind es, die in der Regel auch wesentlich mehr Geld online ausgeben. Insgesamt hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass die Bereitschaft niedrigpreisige Ware per Internet zu ordern, gestiegen ist. Während im gesamten E-Commerce die Warenkorbwerte kräftig gesunken sind, fiel der Rückgang im E-Retail nicht ganz so stark aus.

Ausländische Käufer werden zudem für die deutschen Onlinehändler immer wichtiger. So stammen inzwischen zehn Prozent der Kunden deutscher Webshops aus dem Ausland. Der Überweisungsstandard Sepa dürfte für einen weiteren Anstieg der ausländischen Einkäufe sorgen.

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